Simon Strauß: Sieben Nächte (2017)

Ein Mann Ende Zwanzig verzweifelt an der Aussicht auf ein herkömmlich moderates Leben als erfolgreicher Mitbürger einer Leistungsgesellschaft und will seine Jugend, deren Intensität und Emotionalität ins nächste Jahrzehnt retten. Ein Freund schlägt ihm vor, jede Nacht eine der sieben Todsünden auszuleben und darüber zu schreiben: Hochmut,Völlerei, Faulheit, Habgier, Neid, Wollust, Jähzorn. Ein wütendes kleines Buch über die Sehnsucht nach tiefen Gefühlen und einem authentischen Leben jenseits der dreißig, geschrieben in einer hinreißenden Sprache und mit viel Zug & Verve.

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Rezensionsübersicht

Rezension ZEIT 2017

Rezension SPIEGEL 2017

Rezension Berliner Zeitung 2017

Rezension Deutschlandfunk 2017

Blogrezension 2017

Videorezension 2017

Lesung des Autors

Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts (2011)

Der Roman umfasst vier Generationen einer Familie, deren Geschichte eng mit derjenigen der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR, 1948-1989) verwoben ist. Kaleidoskopartig und multiperspektivisch erzählt, springt er von Zeitebene zu Zeitebene zwischen 1952 und 2011. Auf diese Weise lernt man ganz unterschiedliche Lebenskontexte kennen und entwickelt ein Verständnis für die Figuren. Bild: Literaturclub, 2011.

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Rezensionsübersicht

Inhalt & Analyse

Rezension FAZ 2011

Rezension Leipziger Volkszeitung 2011

Videorezension ZEIT 2011

Trailer der Verfilmung 2017 (Regie: Matti Geschonneck)

Rezension der Verfilmung ZEIT 2017

Ernst Jünger: In Stahlgewittern (1920)

Ernst Jünger verarbeitet in diesen Aufzeichnungen im Stil eines Tagebuchs seine Erfahrungen als junger Mann an der Front im Ersten Weltkrieg. Nüchtern beschreibt er den grausamen und teilweise grotesk banalen Alltag des Stellungskrieges: unzählige Schlachten, das unaufhörliche Sterben seiner Kameraden, die vielen eigenen Verletzungen. »Ich war im Kriege immer bestrebt, den Gegner ohne Hass zu betrachten und ihn als Mann seinem Mute entsprechend zu schätzen. Ich bemühte mich, ihn im Kampf aufzusuchen, um ihn zu töten, und erwartete auch von ihm nichts anderes. (…) Wenn mir später Gefangene in die Hände fielen, fühlte ich mich für ihre Sicherheit verantwortlich (…).« Der nüchterne Tonfall, mit dem Jünger den Krieg wie ein Naturereignis darstellt – und nicht wie die Folge menschenverachtender bellizistischer Politik –, brachte dem Autor zeit seines Lebens viel Kritik ein. Bildquelle

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Ausführliche kritische Auseinandersetzung mit psychoanalytischem Ansatz

Der ganze Text in einer Fassung von 1922

Detaillierte gegliederte und erläuterte Analyse eines Abschnitts zur Schlacht bei Cambray mit Vermerken und Erklärungen, Blogbeitrag 2014

Rezension der historisch-kritischen Ausgabe, Frankfurter Rundschau 2014

Beitrag zu Ernst Jünger und dem Ersten Weltkrieg, literaturkritik.de 2014

Rezensionsübersicht zur Ausgabe der historisch-kritischen Fassung 2014

Rezension der historisch-kritischen Ausgabe, Deutschlandfunk 2014

Rezension der historisch-kritischen Ausgabe, Kulturmagazin Zeitnah 2014

Kritische Rezension Welt 2013

Trailer einer Theaterfassung Theater Impuls 2015

Doku über Jünger 1977

Diskussion im Literaturclub 2016

Frank Wedekind: Die Büchse der Pandora (1902/04) und Lulu (1913)

Die Tragödie in drei Akten erzählt auf drastische Weise vom sozialen Abstieg der schönen Lulu, die im Vorgängerstück ›Erdgeist‹ (1895) im Stile einer Femme Fatale die Herzen mehrere Männer und Frauen erobert und den sozialen Aufstieg geschafft hatte. 1913 fasste Wedekind die beiden Stücke in dem 5-Akter Lulu zusammen. Der Autor hat seine weibliche Hauptfigur als Projektionsfläche gestaltet, ein weibliches Triebwesen, das sich in einer von Männern dominierten Welt einen Platz an der Sonne zu erobern versucht: »In meiner Lulu suchte ich ein Prachtexemplar von Weib zu zeichnen, wie es entsteht, wenn ein von der Natur reich begabtes Geschöpf […] in einer Umgebung von Männern, denen es an Mutterwitz weit überlegen ist, zu schrankenloser Entfaltung gelangt.«
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Inhalt & Analyse

Vollständiger Text

Inhalt & Analyse zum Folgedrama Lulu (1913)

Materialien inkl. exemplarischen Textanalysen (inkl. Erdgeist)

Aufsatz zur inszenierten Weiblichkeit in Lulu

Rezension einer Inszenierung von Lulu im Berliner Ensemble 2011

Stummfilm von Georg W. Pabst

Trailer zu einer Verfilmung von Lulu (von Uwe Janson, mit Jessica Schwarz, 2006)

Trailer Wuppertaler Bühnen 2011

Trailer Nationaltheater Mannheim 2012

Trailer Landestheater Linz 2012

Trailer Theater Chemnitz 2013 (inkl. erklärendem Off-Kommentar)

Trailer Schauspiel Leipzig 2013

Trailer Tanzstück Lulu Halle 2015

Trailer Salzburger Landestheater 2017

Trailer Schaubühne Berlin zu Lulu – Die Nuttenrepublik 2010

Trailer einer Inszenierung von Alban Bergs gleichnamigen Oper Lulu 2014

Robert Seethaler: Der Trafikant (2012)

Zeitreise ins Jahr 1937: Franz, 17, zieht von seiner Mutter auf dem Land in die große Stadt Wien, um Geld zu verdienen und das Leben kennenzulernen. Als Aushilfe in einem Kiosk (=Trafik) lernt er die Kunden kennen, unter anderem den weltberühmten Psychoanalytiker & Zigarrenraucher Sigmund Freud. Das trifft sich gut, denn die etwas ältere Anezka hat Franz den Kopf verdreht, da könnte ein wenig Beratung nicht schaden. Während er mit seinen Gefühlen klarzukommen versucht, nehmen die kleinen Hitlers immer mehr Raum ein. In zwei Jahren wird der Krieg beginnen. Viel Freud und Leid und Politik also, etwas salopp ausgedrückt.

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Inhalt & Leseprobe

Inhalt & Kommentar

Rezensionsübersicht

Rezension FAZ 2012

Rezension NZZ 2013

Rezension Literaturblog 2013

Rezension n-tv 2013

Rezension LSD 2016

Besprechung Literaturclub SRF 2013

YouTube-Empfehlung einer jungen Leserin 2016

Achim von Arnim: Isabella von Ägypten (1812)

Ein groteske märchenhafte Novelle im romantischen Stil: Die junge Waise Isabella will mit dem jungen Kaiser Karl ein Kind zeugen, muss sich aber mithilfe einer magischen Alraunwurzel künstlich duplizieren, so entsteht der Golem Bella. Unglücklicherweise verliebt sich Karl in Bella. Bild: Ansicht einer antiquarischen Fassung.

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Inhaltsangabe einer Bühnenfassung

Die ganze Novelle

Analyse (download)

Kurzrezension 2011

Friedrich Hebbel: Maria Magdalena (1843/46)

Klara gerät soll die Familienehre retten, weil ihr Bruder Karl etwas ausgefressen haben soll, und gerät zwischen die Fronten ihres Vaters und zweier fragwürdiger Verehrer. Hebbel wirft in seinem Dreiakter rund um die gebeutelte Klara seinen Zeitgenossen Heuchelei vor, weil sie ihnen das Gerede der Leute wichtiger ist als eine moralische Integrität. Bild: Sarah Viktoria Frick (Klara), Tilo Nest (Meister Anton) in einer Aufführung von Michael Thalheimer am Wiener Burgtheater 2014)

Überblick

Inhalt & Kommentar

Kurzfassung goes Playmobil

Trailer einer Umsetzung frei nach Hebbel, Frankfurt 2011

Trailer Stadttheater Bremerhaven 2013

Erich Maria Remarque: Im Westen nichts Neues (1929)

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Remarques ungeschminkte Darstellung des Ersten Weltkrieges wurde entgegen vieler Prognosen sofort zum Bestseller, dem Autoren wurde allerdings erst mal die Stelle gekündigt. Der Roman schien ein Bedürfnis zu stillen, wurde aber auch als pazifistisch verschrien und die erste Verfilmung von 1930 (Bild) erfuhr in Deutschland noch während der Weimarer Republik ein Aufführungsverbot. Vorwurf: Nestbeschmutzung. Die Lektüre ist auch heute noch ein einschneidendes Erlebnis, sofern man sich darauf einlässt. 

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Ausführliche Inhaltsangabe

Zur Verfilmung von 1930

Ein Lehrer als Kriegstreiber: Auszug aus der Verfilmung von 1930

Trailer der Verfilmung von 1979

Félix et Meira (Maxime Giroux, Kanada 2014)

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Auf sehr zärtliche Weise erzählt der Film von der vorsichtigen Annäherung des atheistischen Félix und der verheirateten chassisdischen Jüdin Meira, der ihr Leben als junge Mutter in der sicheren Gemeinde zu schaffen macht. Interessant für uns ist auch der ungewöhnliche Sprachensalat von Jiddisch, kanadischem Französisch und Englisch. (Bild: Martin Dubreuil und Hadas Yaron)

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Trailer

Inhalt & Kommentar

Rezension NZZ 2015

Rezension Zeitnah 2015

Arthur Schnitzler: Anatol (1893)

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Jeder der fünf Einakter erzählt eine Episode aus dem Leben des promiskuitiven Anatol, ein von seiner Gier nach Lebensglück Getriebener, der von Frau zu Frau hetzt und sie alle enttäuscht. (Bild: Cathomas, Böwe und Szymanski in Luc Percevals Inszenierung an der Berliner Schaubühne 2008)

Überblick

Das ganze Stück

Rezension NZZ 2013

Rezension einer Wiener Inszenierung 2015

Trailer Schaubühne Berlin 2008 (Regie: Luc Perceval)

Trailer (2) der Schaubühne-Inszenierung 2008

Bruno Cathomas & Jule Böwe in der Schaubühne-Inszenierung 2008

Trailer Schauspiel Frankfurt 2013

Trailer Brotfabrik Berlin 2014

Trailer Theater in der Josefstadt Wien 2015

TV-Bericht über die Wiener Inszenierung