Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras (1951)

München, wenige Jahre nach Kriegsende. In filmischem Stil bringt uns der Autor eine Vielzahl von Figuren und Milieus näher. »Sie kommen mit der Welt nicht zurecht. Ihre Wege kreuzen sich, aber sie bleiben einsam. Die Menschen sind aus der Bahn geworfen, jagen einem besseren Leben hinterher, gieren nach Geld und Genuss, suchen Liebe oder Ruhm. Sie sind existenziell verunsichert, hoffnungslos, auf der Flucht vor sich selbst, nicht in der Lage, die Lebensangst zu überwinden, unfähig zur Besinnung. Man spielt ihnen böse mit. Wie ›Tauben im Gras‹ (Gertrude Stein: Pigeons on the grass alas) wimmeln sie durcheinander.« (Zitat Wunderlich)

Überblick

Inhalt & Kommentar

Sprache, Stil, Thematik

Analyse anhand von konkreten Figuren und Bereichen

Figurenkonstellation

Prezi

Zusammenfassung

Hörspiel (2010)

 

Wolfgang Koeppen: Der Tod in Rom (1954)

Knapp zehn Jahre nach Kriegsende kommt es – teils freiwillig, teils zufällig – zu einem deutschen Familientreffen in Rom: Opfer, Täter und Mitläufer aus zwei Generationen begegnen sich ausgerechnet in der Metropole des christlichen Glaubens. Im Zentrum stehen der junge Komponist Siegfried (Protagonist & Perspektivfigur) und sein Onkel, ein ehemaliger SS-Mann namens Judejahn (!). Der Waffenhändler und Militärberater ist eine Verkörperung des ewiggestrigen Nazis und nach wie vor Antisemit. Koeppens Roman besticht durch überbordende Bilder und eine starke Sprache. (Bild)

Überblick

Inhalt & Kommentar

ZEIT-Rezension 1954 zur Erstausgabe

SPIEGEL-Rezension 1954 zur Erstausgabe

Blogrezension 2011

Blogrezension 2008

Alfred Andersch: Sansibar oder der letzte Grund (1957)

Ein kleiner Fischerort an der Küste Nazideutschlands. Fünf Figuren, fünf Perspektiven, fünf Konflikte. Eine junge jüdische Frau auf der Flucht, ein Pfarrer, ein junger kommunistischer Widerständler, ein Fischer, ein Junge. Und außerdem: eine geschnitzte Holzfigur als Ausdruck eines unzeitgemäßen Leitgedankens. Der sehr formal aufgebaute schmale Roman ist eine kühle, aber spannende literarische Annäherung an die Frage der individuellen Verantwortlichkeit. Bild: Szenenfoto aus einer Verfilmung von 1987.

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Inhaltsangabe & detaillierte Kapitelübersicht

Facharbeit (2003)

Blogrezension (inkl. Spoiler)

Zusammenfassung (inkl. Spoiler)

Teaser

Hörbuch

Eugen Ruge: In Zeiten des abnehmenden Lichts (2011)

Der Roman umfasst vier Generationen einer Familie, deren Geschichte eng mit derjenigen der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR, 1948-1989) verwoben ist. Kaleidoskopartig und multiperspektivisch erzählt, springt er von Zeitebene zu Zeitebene zwischen 1952 und 2011. Auf diese Weise lernt man ganz unterschiedliche Lebenskontexte kennen und entwickelt ein Verständnis für die Figuren. Bild: Literaturclub, 2011.

Überblick

Rezensionsübersicht

Inhalt & Analyse

Rezension FAZ 2011

Rezension Leipziger Volkszeitung 2011

Videorezension ZEIT 2011

Trailer der Verfilmung 2017 (Regie: Matti Geschonneck)

Rezension der Verfilmung ZEIT 2017

Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz (1929)

Der Psychiater Döblin schleift seinen Protagonisten Franz Biberkopf durch die wabernde Metropole und das Milieu der Halbseidenen: Ganoven, Schieber, Dirnen und jede Menge Existenzen am unteren Rande der Gesellschaft bevölkern den multiperspektivisch erzählten Roman. Biberkopf, nach vier Jahren wegen Totschlag frisch aus der Haft entlassen, will nun rechtschaffen werden. Das misslingt ihm aber gründlich, denn im Grunde ist er so anfällig wie eh und je auf krumme Gestalten und krumme Touren. Besonders Reinhold, ein stotternder notorischer Frauenverbraucher mit mephistophelischer Natur, hat es ihm angetan. Dass Franz dessen abgelegte Freundinnen übernimmt, ist nur der Anfang. Bild: Umschlag der Erstausgabe, das verdeutlicht, dass Döblin ganz nach Brechtscher Manier das Ende der Fabel vorwegnimmt.

Überblick (auch hier)

Inhaltsangabe entlang der 9 Bücher (=Kapitel) des Romans

Inhalt & Analyse

Das siebte Buch als Leseprobe

Viedeoempfehlung eines jungen Lesers 2015

Trailer der Verfilmung durch Fassbinder 1979

Erste Folge der Fassbinder-Verfilmung 1979

Eine weitere Folge der Verfilmung durch Fassbinder 1979

Kurzes Interview mit Rainer Werner Fassbinder

Stills aus Fassbinders Verfilmung mit Peer Rabens Filmmusik (auch hier)

Hanna Schygulla (alias Eva) über die Fassbinders Verfilmung

Gottfried John (Reinhold) über die Verfilmung

Günter Lamprecht (Biberkopf) über die Verfilmung

Joseph Roth: Hotel Savoy (1924)

Das riesige Hotel ist Mikrokosmos der Schichten und Sphären und Metapher für die aus den Fugen geratene Welt nach dem Ersten Weltkrieg. Der Protagonist, ein mittelloser Soldat, der in dem Großhotel Zwischenstation macht, ist die Perspektivfigur, durch deren Blick wir die explosive Mischung von Menschen. Ängsten und Trieben erfahren. Bild: Still aus einer theatralischen Umsetzung des Stadttheaters Gießen 2012.

Überblick

Inhalt & Analyse

Der ganze Roman als Text

Blogrezension 2005

Hörspiel 1994

Blogrezension 2013

Trailer einer Bühnenfassung Schauspiel Hannover 2016

Trailer einer Theaterfassung 2017

Doku über Joseph Roth

Erich Kästner: Fabian (1931)

Kästners düstere Satire für Erwachsene spielt im vorhitlerschen Berlin. Als Untertitel wählte Kästner ›Der Gang vor die Hunde‹, was der Verlag nicht akzeptierte. Der Roman liest sich bei aller Tragik süffig und stellt zeitlose Fragen nach gutem Handeln in unguten Zeiten. Bild: Momentaufnahme aus einer Theaterfassung der Schaubühne Berlin 2015.

Überblick

Inhalt & Kapitelübersicht

Hintergrund & Analyse

Rezension FAZ (2013) anlässlich einer Neuausgabe der Erstfassung

Rezension taz anlässlich derselben Neuausgabe (2013)

Rezension Deutschlandfunk (2014)

ZEIT-Rezension anlässlich einer Neuverfilmung 1980

Interpretation im Rahmen eines Theaterheftes 2012

Kurzfassung goes Playmobil

Videorezension (ab 9:00) 2016

Reich-Ranicki referiert über Erich Kästner 2014

Doku über Kästner 2015

Trailer einer Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden 2013 (Regie Julia Hölscher)

Trailer einer theatralischen Umsetzung, Frankfurt 2015

Trailer Schaubühne Berlin 2015 (Regie: Peter Kleinert)

Probetrailer der Schaubühne Berlin 2015

Ausschnitt (noch einer!) aus der Inszenierung der Schaubühne 2015

Trailer einer Bühnenfassung 2016

Lukas Bärfuss: Hagard (2017)

Wie rasch ein Mensch sich verlieren und verwahrlosen kann, um sich allenfalls neu zu finden, davon erzählt dieser Roman eines Stalkers, der in Zürich spielt. Warum folgt ein erfolgreicher Liegenschaftsverwalter der fremden Frau mit den blauen Ballerinas? Ist es bloß aus der Laune heraus? Ist es eine Übersprungshandlung oder eine Flucht? Ein Symptom für eine Leerstelle und Unerfülltheit in seinem Leben? Bild

Überblick

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Rezension NZZ 2017

Rezension FAZ 2017

Literaturgespräch (Literaturclub) 2017 (von 17:00 an)

Interview mit Bärfuss

Michelle Steinbeck: Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch (2016)

Mit unkonventionellen Mitteln und einem schillernden Kinderblick schreibt die 1990 geborene Autorin über das Erwachsenwerden und die große Frage nach dem Glück, heißt es in der ZEIT.

Überblick und Pressestimmen

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Rezension NZZ 2016

Rezension ZEIT 2016

Rezension TagesWoche 2016

Rezension auf literatur.ch

TV-Beitrag inkl. Interview mit der Autorin

Buchbesprechung im Literaturclub SRF 2016 (beginnt bei 39:45)

Die Autorin über den ersten Satz ihres Romans

Shumona Sinha: Erschlagt die Armen! (2011)

Eine Pariser Dolmetscherin indischer Herkunft verzweifelt zusehends an ihrer Tätigkeit: Als Angestellte der Asylbehörde muss sie sich täglich die auswendig gelernten stereotypen Lügen der meist männlichen Antragsteller anhören, die sie einerseits wütend machen, andererseits aber an ihre eigene Herkunft erinnern und aus der schieren Not geboren sind. Eingeklemmt, wie sie es zwischen den Schicksalen, Erdteilen, Kulturen ist, sehnt sie sich tief in ihrem Inneren danach, eine ruhige, ganz selbstverständliche Existenz weit weg von diesen geschilderten Drangsalen zu leben. Shumona Sinha, die in Kalkutta aufwuchs und seit ihrem 18. Lebensjahr in Frankreich lebt, verarbeitet hier auf so poetische wie beklemmende Weise ihre eigenen Erfahrungen als Übersetzerin in der Pariser Migrationsbehörde und hinterfragt ohne Rücksicht auf politisch Korrektheit die Natur des Asylwesens ebenso wie die Menschlichkeit und Tauglichkeit unserer Behörden und ihrer Verfahren.

Übersicht

Leseprobe

Rezensionsüberblick

Rezension ZEIT 2015

SPIEGEL 2015

Schilderung einer Begegnung mit der Autorin FAZ 2015

Interview mit der Autorin NZZ 2016

Trailer einer Theaterfassung Thalia Theater Hamburg 2016

TV- Beitrag und -Interview mit Shumona Sinha ARD 2016

TV-Beitrag und -interview mit Shumona Sinha SRF 2016