Henrik Ibsen: Nora. Ein Puppenheim (1879)

Wer bin ich und was tue ich hier eigentlich? In diesem analytischen Drama kriechen ausgerechnet an Weihnachten die Leichen der Familiengeschichte aus dem Keller und machen es sich im Wohnzimmer gemütlich. Nora genießt als Ehefrau des aufstrebenden Bankdirektors Helmer gerade den neues Luxus, den sie sich leisten können, als die Vergangenheit in Person von zwei alten Bekannten aus schlechteren Zeiten anklopft. Die vorweihnachtliche Stimmung droht zu kippen. Nora versucht zunächst unter Einsatz aller Mittel, die Fassade aufrecht zu erhalten. Doch der hüftsteife Helmer erweist sich als nicht gerade charakterstark und allmählich dämmert Nora, dass es an der Zeit ist, ihre Rolle als niedliche Barbiepuppe und Mutter dreier Kinder zu überdenken. Bild: Anne Tismer als Nora in Thomas Ostermeiers Inszenierung (Schaubühne Berlin 2002)

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Inhalt, Aufbau & Analyse

Kurze Zusammenfassung

Das ganze Stück

Kurzfassung goes Playmobil

Intro anhand von Ausschnitten aus einer Inszenierung (Wuppertal 2013)

Trailer Schauspielhaus Graz 2012

Trailer Theater Aachen 2014

Trailer Theater Oberhausen 2010 (Regie: Herbert Fritsch)

Trailer 2014 (Regie: Herbert Fritsch)

Trailer Deutsches Theater Berlin 2015 (Regie: Stefan Pucher)

Werner Schwab: Die Präsidentinnen (1991)

 

Drei Klofrauen verbringen den Abend vor dem TV und geben in ihrer Unterhaltung ihr Weltbild, ihre Wünsche und Träume preis. Schwabs eigens entwickelte Kunstsprache entblößt die simplen Gemüter der drei gescheiterten und frustrierten Existenzen auf erhellende und amüsante Weise. , Ihre pseudophilosophischen Lebensbetrachtungen wirken in den platt-derben Formulierungen grotesk komisch und gleichzeitig abstoßend dumm: »ERNA: Geh, Grete, ich kann das gar nicht mehr anhören, diese schlechten Ausdrücke. Immer nimmst du so ordinäre Wörter in den Mund. Immer hört man bei dir nur: Scheißdreck, Scheißdreck, Scheißdreck. Man kann ja auch Haufi sagen oder Stuhl, nicht immer: scheißen, scheißen, scheißen.« Man versteht, wieso Schwab dieses und andere seiner Stücke der Gattung des ›Fäkaliendramas‹ zuordnete. Bild: Regina Fritsch (Erna), Stefanie Dvorak (Mariedl), Barbara Petritsch (Grete) in einer Inszenierung am Burgtheater Wien 2015 (Regie: David Bösch)

Einführung

Eine Blogrezension als Einführung (2014)

Einführung in das Stück  anlässlich einer Inszenierung des Innsbrucker Staatstheaters 2017

Inhalt & Analyse

Leseprobe (die erste Szene)

Rezension einer Inszenierung am Akademietheater Wien 2015

Rezension einer Inszenierung am Akademietheater Wien (Regie: David Bösch)

Trailer Volkstheater Wien 2014 (Regie: Miloš Lolić)

Trailer Theater Münster 2016 (Regie: Anne Bader)

Monolog der Mariedl (2013)

Trailer Inszenierung Schauspielhaus Graz 2014 (Regie: Simone Blattner)

Trailer monsun theater Hamburg 2013

Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick (1931)

»Haben Sie gedient?« – Mit dieser Frage konnte man sich im wilhelminischen Deutschland der Kaiserzeit und mindestens bis 1945 Respekt und Raum verschaffen. Zuckmayers schrieb seine spöttische Realsatire deutscher Obrigkeitsgläubigkeit auf der Grundlage einer wahren Begebenheit, einem Gerichtsfall um einen arbeitslosen Kriegsheimkehrer ohne Bleibe, der  sich in seiner Not die Macht der Uniform zunutze macht. Bild: Heinz Rühmann als besagte Hauptfigur Wilhelm Voigt in einer Verfilmung von 1956 (Regie: Helmut Käutner).

Überblick

Kurzfassung goes Playmobil

Detaillierte Übersicht über die Szenen und Figuren

Inhalt & Analyse

Hörfassung im Berlinerisch der Vorlage (erster Teil)

Doku zum Stoff mit Harald Juhnke (Darsteller der Hauptfigur 1997) 

Trailer der Verfilmung von 1956 (Regie: Helmut Käutner)

Szene aus der Verfilmung von 1956 (mit Heinz Rühmann)

Szenen aus der ersten Verfilmung von 1931

Friedrich Schiller: Maria Stuart (1800)

Maria Stuart, Königin von Schottland auf der Flucht, wird von ihrer Verwandten Elisabeth, Königin von England, festgehalten. Offiziell lautet die Anklage Hochverrat, doch im Grunde fürchtet Elisabeth, die für ihre Schönheit und Sinnlichkeit berühmte und beliebte Maria könnte ihr, der Spröden und Unsicheren, den Thron streitig machen wollen. Das Drama beginnt drei Tage vor Marias Hinrichtung und erzählt die Geschichte von der programmatischen Läuterung der Titelfigur ganz im Sinne der idealistischen Weltanschauung der Weimarer Klassik. Bild: Ausschnitt einer Inszenierung am Hamburger Thalia Theater 2014, Regie: Stephan Kimmig.

Überblick

Zusammenfassung und detaillierte Aktübersicht

Das ganze Stück als Volltext

Inhalt, Analyse & etwas zur Entstehungsgeschichte

Maria Stuart in a nutshell

Inhalt & Analyse

Kurzfassung goes Playmobil

TV-Fassung, na ja (1985)

Trailer Schaubühne Berlin 2007 (Regie: Luk Perceval)

Trailer Theater Frankfurt 2012 (Regie: Michael Thalheimer)

Trailer Thalia Theater Hamburg 2014 (Regie: Stephan Kimmig)

Trailer Theater Das Zimmer, Hamburg 2017

Bertolt Brecht: Baal (1918/22/23)

Der junge egozentrische Dichter Baal führt ein ausschweifendes Leben als hedonistischer Bürgerschreck. Auf der Suche nach dem Exzess berauscht er sich permanent und nimmt sich jede Frau, die er bekommen kann. Das Ganze kann man wie Rainer Werner Fassbinder in dessen gleichnamiger filmischer Umsetzung (im Bild mit Hanna Schygulla) als Protest gegen eine asoziale bürgerliche Gesellschaft verstehen. Brecht bedient sich expressionistischer Stilmittel, gleichzeitig bricht er mit dem Pathos der gerade zu Ende gehenden Epoche.

Überblick

Masterarbeit zu den anarchistischen und asozialen Zügen der Titelfigur Baal

Rezension einer Inszenierung durch Castorf und Pucher (DIE WELT 2015)

Rezension SPIEGEL anlässlich einer Inszenierung 1963

›Chroal vom Baal‹ und Rezension (Blogeintrag 2011)

Textnahe Analyse des ›Chorals vom Baal‹ (Blogeintrag 2012)

Trailer Münchner Volkstheater 2010

Ausschnitt einer Verfilmung von Rainer Werner Fassbinder (1970)

Ausschnitt einer filmischen Umsetzung mit Matthias Schweighöfer (2003)

Filmische Umsetzung durch Uwe Janson 2013 (Teil 1)

Schauspieler spricht den ›Choral vom Baal‹

Eine italienische Chaostruppe tobt sich aus (2015)

David Bowie singt und spricht einen Auszug (auch hier)

Doku zu Brecht (moderiert von Max Raabe 2008)

Friedrich Schiller: Wallenstein (1798/99)

Der Titelheld ist ein berühmter Feldherr des Dreißigjährigen Krieges, der auf dem Gipfel seines Ruhms stürzt, weil er sich gegen seinen Kaiser auflehnt. Schillers machte daraus eine Trilogie. Bild: Eine Inszenierung der Berliner Schaubühne von 2016 (Regie: Michael Thalheimer).

Überblick

Aktübersicht

Volltext

Hintergrund & Analyse zur gesamten Trilogie und zum Stoff

Charakterisierung der Figuren

Wallenstein als Schicksalstragödie

Essay

Playmobil-Kurzfassung

Playmobil-Version von Wallensteins Tod

Trailer Schaubühne Berlin 2016 (Regie Michael Thalheimer)

Probetrailer derselben Inszenierung

Frank Wedekind: Die Büchse der Pandora (1902/04) und Lulu (1913)

Die Tragödie in drei Akten erzählt auf drastische Weise vom sozialen Abstieg der schönen Lulu, die im Vorgängerstück ›Erdgeist‹ (1895) im Stile einer Femme Fatale die Herzen mehrere Männer und Frauen erobert und den sozialen Aufstieg geschafft hatte. 1913 fasste Wedekind die beiden Stücke in dem 5-Akter Lulu zusammen. Der Autor hat seine weibliche Hauptfigur als Projektionsfläche gestaltet, ein weibliches Triebwesen, das sich in einer von Männern dominierten Welt einen Platz an der Sonne zu erobern versucht: »In meiner Lulu suchte ich ein Prachtexemplar von Weib zu zeichnen, wie es entsteht, wenn ein von der Natur reich begabtes Geschöpf […] in einer Umgebung von Männern, denen es an Mutterwitz weit überlegen ist, zu schrankenloser Entfaltung gelangt.«
Überblick

Inhalt & Analyse

Vollständiger Text

Inhalt & Analyse zum Folgedrama Lulu (1913)

Materialien inkl. exemplarischen Textanalysen (inkl. Erdgeist)

Aufsatz zur inszenierten Weiblichkeit in Lulu

Rezension einer Inszenierung von Lulu im Berliner Ensemble 2011

Stummfilm von Georg W. Pabst

Trailer zu einer Verfilmung von Lulu (von Uwe Janson, mit Jessica Schwarz, 2006)

Trailer Wuppertaler Bühnen 2011

Trailer Nationaltheater Mannheim 2012

Trailer Landestheater Linz 2012

Trailer Theater Chemnitz 2013 (inkl. erklärendem Off-Kommentar)

Trailer Schauspiel Leipzig 2013

Trailer Tanzstück Lulu Halle 2015

Trailer Salzburger Landestheater 2017

Trailer Schaubühne Berlin zu Lulu – Die Nuttenrepublik 2010

Trailer einer Inszenierung von Alban Bergs gleichnamigen Oper Lulu 2014

Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper (1928)

Ein Herz für das Milieu. Eine Bank auszurauben, sei weniger verwerflich, als eine Bank zu gründen. Brecht schiebt in diesem Singspiel mit schmissigen Songtexten die Gangster in die Nähe der unbescholtenen Bürger – oder umgekehrt. Die Texte der rotzigen Seeräuberjenny und der Haifischsong (Mackie Messer) haben Theatergeschichte geschrieben, dank der Musik von Kurt Weill. Bild: Szene aus einer Inszenierung von Christian Stückl am Volkstheater München 2011.

Überblick

Aktanalyse

Informationen & Materialien

›Die Seeräuberjenny‹

Bertolt Brecht singt ›Die Moritat von Mackie Messer‹

›Die Moritat von Mackie Messer‹, gesungen von Sting

Szenen aus einer Inszenierung am Berliner Ensemble, Regie: Robert Wilson 2008

Trailer zu Wilsons Inszenierung am BE 2008

Hildgard Knef singt ›Die Seeräuberjenny‹

›Die Moritat von Mackie Messer‹, Version von Rammstein

Trailer St.Pauli-Theater 2004

Trailer Theatre de mov 2010

Trailer Schauspielhaus Graz 2011

Trailer Thalia Theater Hamburg 2015 (Regie: Antú Romero Nunes)

Jakob Michael Reinhold Lenz: Der Hofmeister (1774/78)

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Eine bitterböse Tragikomödie: Der junge Hauslehrer Läuffer, von seinem Arbeitgeber verachtet, hat eine Affäre mit dessen Tochter und macht ihr prompt ein Kind – mit bösen Folgen. Lenz attackiert den dünkelhaften Adel, aber auch das schlaffe Bürgertum, das sich alles gefallen lässt. Das Stück sprengt die Ständeklausel und fährt das gesamte Spektrum der Gesell-schaft auf. (Bild: Robert Hunger Bühler in Castorfs ungezähmtem Gastspiel im Zürcher Schauspielhaus / Schiffbau 2010.)

Überblick

Sehr gut gegliederte Zusammenfassung & Analyse

Ausführliche Zusammenfassung der fünf Akte

Das ganze Stück lesen

Zur Gattung der Tragikomödie bei Lenz

Videoanalyse 2014

Blogrezension 2008

Blogrezension

Kurzfassung goes Playmobil

Rezension von Castorfs Inszenierung der Volksbühne Berlin in Zürich 2010

Puppentheaterfassung Ernst Busch Berlin 2010

Trailer einer Fassung von Brecht Stadttheater Fürth 2011

Trailer Theater Halle 2012

Friedrich M. Klinger: Die Zwillinge (1776)

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Eines der drei wichtigsten Stücke der Epoche des Sturm-und-Drang: Guelfo beneidet seinen minimal älteren Zwillingsbruder Ferdinando, der als Erstgeborener Land und Titel erbt und bei der schönen Kamilla landet, die auch Guelfo gerne zur Braut hätte. Der melan-cholische Grimaldi unterstützt Guelfo in dessen Vorhaben, sein Glück zu erzwingen. (Bild)

Überblick

Zusammenfassung

Das ganze Stück