Max Frisch: Stiller (1954)

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»Ich bin nicht Stiller.« Da will sich ein Mann mittleren Alters selbst neu erfinden, indem er nach USA auswandert. Als er zurückkommt (dort setzt der Roman ein), nimmt man ihm nicht ab, dass er ein anderer ist resp. geworden ist. Die Figur des Anatol Stiller mit seiner trotzig-sturen Haltung zwischen Selbstverhass, Selbstverleugnung und Selbstbehauptung auf der Suche nach seiner wahrhaftigen Identität bleibt haften, auch weil sie gebrochen ist. Stiller ist keineswegs immer sympathisch, eher im Gegenteil, aber seine unerbittliche Selbstkritik öffnen das Verständnis des Lesers für seine Schwäche und Larmoyanz, er ist markant gezeichnet, mit einer ausgeprägten Beobachtungsgabe. Und der Roman, der auch ein Eheroman ist, liest sich sehr spannend, nicht zuletzt aufgrund der bunten Schar weiterer interessanter Figuren, wie zum Beispiel Stillers Exfrau Julika. Interessant ist daran zum Beispiel, dass das Scheitern zweier Ehen aus der jeweils männlichen und weiblichen Perspektive erzählt wird. (Bild)

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Leseprobe

Rezensionsüberblick

Ausführliche Analyse in Form einer Semesterarbeit (US-Uni, 60 Seiten)

Rezension SPIEGEL 1954

Ausführliche Rezension ZEIT 1979

Blogrezension 2006

Blogrezension (2006)

Max Frisch und das Identitätsproblem (Werk, Themen, Portrait)

Portrait: Leben und Werk, Selbstzitate (2016)

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