Ernst Toller: Masse Mensch (1920)

Darf man mit gewaltsamen Mitteln eine Utopie verwirklichen, um für Gerechtigkeit herzustellen? Und wohin mit der Schuld? Die Intellektuelle Sonja Irene L. solidarisiert sich mit dem revolutionären Proletariat und tritt aktiv für die Befreiung und Verbrüderung aller Menschen ein, gegen den Willen ihres Mannes, der mit der Regierung zusammenarbeitet und nach dem Ersten Weltkrieg gute Geschäfte macht. Sonja zögert nicht, ihre Beziehung den vordringlicheren Interessen der »Masse« zu opfern. Toller verwendet in seinem expressionistischen, klassenkämpferische Stück eine ekstatisch-verkürzte Sprache und Traumbilder, die auf das antike Trauma zurückgreifen. (Bild: Szenenbild einer Umsetzung von 2012)

Überblick

Text (hier auch)

Inhalt & Hintergrund

Kurzfassung goes Playmobil

Interpretation

Trailer

Henrik Ibsen: Nora. Ein Puppenheim (1879)

Wer bin ich und was tue ich hier eigentlich? In diesem analytischen Drama kriechen ausgerechnet an Weihnachten die Leichen der Familiengeschichte aus dem Keller und machen es sich im Wohnzimmer gemütlich. Nora genießt als Ehefrau des aufstrebenden Bankdirektors Helmer gerade den neues Luxus, den sie sich leisten können, als die Vergangenheit in Person von zwei alten Bekannten aus schlechteren Zeiten anklopft. Die vorweihnachtliche Stimmung droht zu kippen. Nora versucht zunächst unter Einsatz aller Mittel, die Fassade aufrecht zu erhalten. Doch der hüftsteife Helmer erweist sich als nicht gerade charakterstark und allmählich dämmert Nora, dass es an der Zeit ist, ihre Rolle als niedliche Barbiepuppe und Mutter dreier Kinder zu überdenken. Bild: Anne Tismer als Nora in Thomas Ostermeiers Inszenierung (Schaubühne Berlin 2002)

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Inhalt, Aufbau & Analyse

Kurze Zusammenfassung

Das ganze Stück

Kurzfassung goes Playmobil

Intro anhand von Ausschnitten aus einer Inszenierung (Wuppertal 2013)

Trailer Schauspielhaus Graz 2012

Trailer Theater Aachen 2014

Trailer Theater Oberhausen 2010 (Regie: Herbert Fritsch)

Trailer 2014 (Regie: Herbert Fritsch)

Trailer Deutsches Theater Berlin 2015 (Regie: Stefan Pucher)

Frank Wedekind: Die Büchse der Pandora (1902/04) und Lulu (1913)

Die Tragödie in drei Akten erzählt auf drastische Weise vom sozialen Abstieg der schönen Lulu, die im Vorgängerstück ›Erdgeist‹ (1895) im Stile einer Femme Fatale die Herzen mehrere Männer und Frauen erobert und den sozialen Aufstieg geschafft hatte. 1913 fasste Wedekind die beiden Stücke in dem 5-Akter Lulu zusammen. Der Autor hat seine weibliche Hauptfigur als Projektionsfläche gestaltet, ein weibliches Triebwesen, das sich in einer von Männern dominierten Welt einen Platz an der Sonne zu erobern versucht: »In meiner Lulu suchte ich ein Prachtexemplar von Weib zu zeichnen, wie es entsteht, wenn ein von der Natur reich begabtes Geschöpf […] in einer Umgebung von Männern, denen es an Mutterwitz weit überlegen ist, zu schrankenloser Entfaltung gelangt.«
Überblick

Inhalt & Analyse

Vollständiger Text

Inhalt & Analyse zum Folgedrama Lulu (1913)

Materialien inkl. exemplarischen Textanalysen (inkl. Erdgeist)

Aufsatz zur inszenierten Weiblichkeit in Lulu

Rezension einer Inszenierung von Lulu im Berliner Ensemble 2011

Stummfilm von Georg W. Pabst

Trailer zu einer Verfilmung von Lulu (von Uwe Janson, mit Jessica Schwarz, 2006)

Trailer Wuppertaler Bühnen 2011

Trailer Nationaltheater Mannheim 2012

Trailer Landestheater Linz 2012

Trailer Theater Chemnitz 2013 (inkl. erklärendem Off-Kommentar)

Trailer Schauspiel Leipzig 2013

Trailer Tanzstück Lulu Halle 2015

Trailer Salzburger Landestheater 2017

Trailer Schaubühne Berlin zu Lulu – Die Nuttenrepublik 2010

Trailer einer Inszenierung von Alban Bergs gleichnamigen Oper Lulu 2014

Falk Richter: Im Ausnahmezustand (2007)

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Falk Richter verdichtet in diesem Stück die Verunsicherung einer abstiegsbedrohten Familie zu einem dystopischen Metapher für die Abstiegsängste der westlichen Wohlstandsgesellschaft. Zeitpunkt und Ort der Handlung: Ein Abend in einer sogenannten ›Gated Community‹. (Bild: Bruno Cathomas, Bibiana Beglau und Vincent Redetzky in einer Inszenierung der Berliner Schaubühne, Regie: Falk Richter)

Überblick

Das ganze Stück

Rezension SPON 2007

Rezension nachtkritik.de 2007

Rezension Berliner Zeitung 2007

Trailer Schaubühne Berlin 2007 (Regie: Falk Richter)

Trailer Schlosstheater Moers 2014

Trailer Theater praesent Innsbruck 2015

Juli Zeh: Corpus Delicti (2009)

Juli Zeh gehört seit ihrem Roman ›Spieltrieb‹ (2004) zu einer der gefragtesten Autorinnen und intellektuellen Persönlichkeiten Deutschlands. ›Corpus Delicti‹, eine dystopische Vision einer Gesundheitsdiktatur, war ursprünglich ein Theaterstück, was an den vielen Dialogen zu erkennen ist. (Bild)

Übersicht

Inhalt

Anregungen für den Unterricht

Rezension ZEIT 2009

Rezensionüberblick Perlentaucher

Kritik NZZ 2009

Rezension mit Textzitaten

Interview mit der Autorin 2009

Trailer Staatsschausspiel Dresden 2014

TV-Gespräch: Richard David Precht und Juli Zeh über den getunten Menschen

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Der Roman knüpft an gegenwärtige Tendenzen eines religionsartigen Gesundheitsdiktats an.

Marlen Haushofer: Die Wand (1963)

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Eine alleingelassene Frau muss aus eigener Kraft gegen die Natur bestehen und kommt sich selber so nahe wie nie zuvor. Ein intensiver Selbstfindungsroman mit ungewöhnlichem Aufhänger: Eine so undurchdringliche wie rätselhafte Wand aus Glas verhindert, dass die Protagonistin aus einer Alphütte in ihr altes Leben zurückkehrt. Fortan ist sie auf sich gestellt, muss sich darauf konzentrieren, den Alltag zu bewältigen und für Nahrung zu sorgen. Die Natur und die Jahreszeiten rücken ins Zentrum ihrer Wahrnehmung, Tiere sind ihre einzigen Gefährten. Was gewinnt sie, was hat sie hinter sich gelassen? Die Sache mit der Wand ist ein klassischer MacGuffin im Hitchcockschen Sinne: Ein nebulöser Vorgang als notwendiger Vorwand, um eine spannende Situation zu schaffen und eine Story zu lancieren. Bild: Martina Gedeck in der Verfilmung von 2012.

Übersicht

Inhalt & Kommentar

weiterführende Links

Autorin

Rezension 1

Rezension 2

Rezension 3

Rezension LSD

Trailer der Verfilmung 2012

Henrik Ibsen: Hedda Gabler (1890)

Hedda und Jorgen sind ein spätes Paar. Die selbstbewusste, stolze Generalstochter bezieht mit ihrem Ehemann, der gerade einen Karrieresprung vor sich hat, das neue Haus. Ein neues Leben soll beginnen: Trautes Heim, Glück allein. Doch man spürt von Beginn an, dass sie Zweifel an der Richtigkeit ihrer Entscheidung hegt und ihren Gatten nicht selten befremdlich findet. Als Jorgens beruflicher Konkurrent Eilert auftaucht, ein selbstbezogener Nerd mit männlichem Charme, gerät die Chemie im Raum noch mehr durcheinander und wird allmählich explosiv. Bild: Jana Schulz und Minna Wündrich in einer Inszenierung am Schauspielhaus Bochum 2014

Einführung

Übersicht

Blogrezensionen

Volltext

Trailer (1) Schaubühne Berlin 2008 (Regie: Thomas Ostermeier)

Trailer (2) Schaubühne Berlin 2008 (Regie: Thomas Ostermeier)

Trailer (3) Schaubühne Berlin 2008 (Regie: Thomas Ostermeier)

Trailer Thalia Theater Hamburg 2014 (Regie: Jan Bosse)

Trailer Theater in der Josefstadt Wien 2012

Trailer Deutsches theater Berlin 2013 (Regie Stefan Pucher)

Trailer Theater Innsbruck 2014

Trailer Schauspielhaus Bochum 2014 (Regie: Roger Vontobel)

Trailer Writers Theatre New York City 2014

Trailer University of Bristol UK 2014

Trailer des Salisbury Playhouse UK 2016

Trailer einer Verfilmung 2016 (Regie: Andreas Kleinert)