Imre Kertesz: Roman eines Schicksallosen (1975)

»Denn sogar dort, bei den Schornsteinen, gab es in der Pause zwischen den Qualen etwas, das dem Glück ähnlich war. Alle fragen mich immer nur nach den Übeln, den ›Greueln‹: obgleich für mich vielleicht gerade diese Erfahrung die denkwürdigste ist. Ja, davon, vom Glück der Konzentrationslager, müßte ich ihnen erzählen, das nächste Mal, wenn sie mich fragen. Wenn sie überhaupt fragen. Und wenn ich es nicht selbst vergesse.« – Das Alleinstellungsmerkmal dieses autobiographischen Romans über die Todeslager der Deutschen ist, dass Kertesz seine Erfahrungen aus der Sicht des Fünfzehnjährigen schildert, der er war. Er erlebt und beschreibt, ohne moralisch zu urteilen und sucht immer nach der lebensbejahenden Lücke in der Realität, um dem Grauen entfliehen zu können. das macht die Lektüre umso erschütternder. (Bild)

Übersicht

Inhalt & Analyse

Rezension ZEIT 1975/2012

Rezension zur Neuauflage NZZ 1996/2002

Rezension FAZ 1996

Rezension FAZ 2017

Blogrezension 2010

Trailer der Verfilmung (Lajos Koltai, 2005)

Alfred Andersch: Sansibar oder der letzte Grund (1957)

Ein kleiner Fischerort an der Küste Nazideutschlands. Fünf Figuren, fünf Perspektiven, fünf Konflikte. Eine junge jüdische Frau auf der Flucht, ein Pfarrer, ein junger kommunistischer Widerständler, ein Fischer, ein Junge. Und außerdem: eine geschnitzte Holzfigur als Ausdruck eines unzeitgemäßen Leitgedankens. Der sehr formal aufgebaute schmale Roman ist eine kühle, aber spannende literarische Annäherung an die Frage der individuellen Verantwortlichkeit. Bild: Szenenfoto aus einer Verfilmung von 1987.

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Inhaltsangabe & detaillierte Kapitelübersicht

Textauszug

Facharbeit (2003)

Blogrezension (inkl. Spoiler)

Zusammenfassung (inkl. Spoiler)

Teaser

Hörbuch

Carl Zuckmayer: Der Hauptmann von Köpenick (1931)

»Haben Sie gedient?« – Mit dieser Frage konnte man sich im wilhelminischen Deutschland der Kaiserzeit und mindestens bis 1945 Respekt und Raum verschaffen. Zuckmayers schrieb seine spöttische Realsatire deutscher Obrigkeitsgläubigkeit auf der Grundlage einer wahren Begebenheit, einem Gerichtsfall um einen arbeitslosen Kriegsheimkehrer ohne Bleibe, der  sich in seiner Not die Macht der Uniform zunutze macht. Bild: Heinz Rühmann als besagte Hauptfigur Wilhelm Voigt in einer Verfilmung von 1956 (Regie: Helmut Käutner).

Überblick

Kurzfassung goes Playmobil

Detaillierte Übersicht über die Szenen und Figuren

Inhalt & Analyse

Hörfassung im Berlinerisch der Vorlage (erster Teil)

Doku zum Stoff mit Harald Juhnke (Darsteller der Hauptfigur 1997) 

Trailer der Verfilmung von 1956 (Regie: Helmut Käutner)

Szene aus der Verfilmung von 1956 (mit Heinz Rühmann)

Szenen aus der ersten Verfilmung von 1931

Theodor Storm: Der Schimmelreiter (1888)

Eine Novelle mit übernatürlichen Elementen über die Legende eines ehrgeizigen und klugen Deichbauers, der mit seiner Nüchternheit die abergläubischen Bewohner des ostfriesischen Küstenortes gegen sich aufbringt. (Bild)

Überblick

Inhaltsangabe

Zusammenfassung in Kapiteln

Figurenübersicht

Die ganze Novelle

Hörbuchfassung

Kurzfassung goes Playmobil

Film über die Novelle als Beispiel für Heimatdichtung

Heinrich von Kleist: Das Erdbeben in Chili (1807)

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Nüchtern, virtuos und konsequent stellt Kleist auf wenigen Seiten eine Gesellschaft an den Pranger, die immer einen Sündenbock sucht, um sich über etwas erheben zu können. Der grausame, der friedfertig-naive und der selbstlose Mensch treffen aufeinander. Die gesellschaftliche Utopie ist zum Greifen nah, wird zerschlagen und schimmert zuletzt doch weiter vor sich hin. Eine Lektüre, sie man nicht mehr vergisst. (Bild)

Überblick

Zusammenfassung

Strukturierte Zusammenfassung

Analyse & Interpretation

Inhalt, Figuren & Interpretation

Die ganze Novelle

Trailer einer Umsetzung für die Bühne (Dresden 2011)

Senthuran Varatharajah: Vor der Zunahme der Zeichen (2016)

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Der Facebook-Briefroman zwischen zwei Migranten ist ein Textpuzzle über das Einwandern in ein wenig gastfreundliches Land – in einer Sprache, die für beide die Muttersprache ersetzt. Senthil aus Sri Lanka ist Doktorand der Philosophie aus Berlin, Valmira studiert Kunstgeschichte in Marburg. In ihrem assoziativ gehaltenen Gespräch tauschen sie sich über Heimat und Flucht aus, über Erfahrungen aus der Zeit im Asylbewerberheim, in Schule und Studium. (Bild)

Überblick

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Rezension ZEIT 2016

Rezension Deutschlandradio 2016

Blogrezension 2016

Rezension Tagesspiegel 2016

Interviewreportage ARD 2016

Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen (2015)

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Erpenbeck verarbeitet Europas zentrales Thema Mitte der Zehnerjahre zu einem Roman, in dem sie einen Berliner Professor auf Tuchfühlung mit einigen der vielen Menschen gehen lässt, denen man mit der Bezeichnung ›Flüchtlinge‹ nicht gerecht wird. (Bild)

Überblick

Rezensionsübersicht

Rezension FAZ 2015

Rezension NZZ 2015

Rezension SPON 2015

Radiobeitrag SRF2 2016

Interview mit der Autorin 2015

Gehen ging gegangen von Jenny Erpenbeck
Jenny Erpenbeck: » Die von vielen befürchtete Veränderung Europas tritt nicht dadurch ein, dass so viele Menschen aus anderen Ländern zu uns kommen, sondern dadurch, dass die Europäer mit so drastischen Maßnahmen auf den Ansturm reagieren.« (Bild)

Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche (1842)

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Eine sehr gesellschaftskritische und moderne Milieustudie: Der Protagonist Friedrich hat als Kind eines verrufenen Trinkers im Grunde schon verloren, bevor er geboren wurde. Dank seines umtriebigen Onkels kommt er dennoch zu Geld. Dann stirbt ein Mann, ein Jude namens Aaron, dem Friedrich Geld schuldete. Friedrich verschwindet, kommt aber zurück. (Bild)

Überblick

Inhalt & Kommentar

Inhaltsangabe

Der ganze Text

Ausführliche Zusammenfassung

Kurzfassung goes Playmobil

Homepage zur Novelle von und für Schüler*innen

Filmbeitrag: Portrait der Autorin

 

Franz Kafka: Die Verwandlung (1915)

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Fluch? Erlösung? Flucht? Katharsis einer Familie? Die Inkommensurabilität des Ungeziefers, das einst Gregor Samsa hieß und mit den Gefühlen eines Menschen ausgestattet ist, hat Epoche gemacht. Zur Ikone konnte der Protagonist deshalb nicht werden, weil Kafka selbst fand, das Ungeziefer sei nicht darstellbar.

Überblick

Inhalt & Kommentar

Interpretation inkl. Audiofassung

Die ganze Erzählung

Inhalt & Kurzanalyse

Kurzinterpretation

Kurzfassung goes Playmobil

Blogrezension

Animierte Fassung

Lernvideo

4621852,2750953,dmFlashTeaserRes,Gregor+Samsa+als+Schabe%3A+Nach+einiger+Zeit+wird+er+auch+von+seiner+Familie+nicht+mehr+geduldet%2C+nicht+mehr+ertragen+%E2%80%93+und+vereinsamt+zunehemnd.
Graphic Novels und Bühnenfassungen kommen dann nicht mehr ohne die Spinne aus.

William Shakespeare: Richard III. (1593/97)

LFR Al Pacino
Bösewicht mit Ansage: Al Pacino hat in seinem sehr schön gemachten Dokuspielfilm Looking for Richard (1996) eine Annäherung an den Stoff inszeniert

Übersicht

Inhalt & Analyse (in english)

Text

Teaser: Kevin Spacey als Richard III. (2011)

Ausschnitt aus der Verfilmung von Richard Loncraine (1995)

Sir Ian McKellen erklärt Richards berühmten ersten Monolog (2008)

Die Eröffnungsszene mit Laurence Olivier in Strumpfhosenästhetik (1955)

Trailer Schaubühne Berlin 2015 mit Lars Eidinger (Regie: Thomas Ostermeier)

Schaubühne-Inszenierung von Ostermeier 2015 (1. Teil) und 2. Teil und 3. Teil

Trailer mit Ralph Fiennes, Almeida Theatre London 2016

Der echte vs. der erfundene Richard (NZZ 2013)