Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein (1964)

»Ich probiere Geschichten an wie Kleider.« Ein Spiel mit Identitäten, ein Roman, der mit der vielfachen Erfindung spielt, ohne Haupthandlung auskommt und damit Literaturgeschichte geschrieben hat. Eine Ehe ist kaputt gegangen und der Mann versucht herauszufinden, woran es lag, und zwar indem er sich Geschichten mit anderen Versionen seines Ichs ausdenkt. Peter von Matt sagt dazu in der ZEIT: »Die Wahrheit über sich selbst kann niemand aussprechen, auch nicht die Wahrheit über einen andern, die Geliebte zum Beispiel oder den Geliebten. Individuum est ineffabile: Das wusste schon das Mittelalter, jetzt wurde der Satz wieder aktuell. Nur in erfundenen Geschichten erscheint das Tatsächliche, erklärte der Erfinder des Gantenbein-Spiels und erzählt, mit der Lust des alten Boccaccio.« (Bild)

Überblick

Inhalt & Kommentar

Leseprobe (Cursor rechts klicken)

Auszug (Hörprobe)

Rezension ZEIT 2012

Blogrezension 2006

Blogrezension 2005

noch ’ne Blogrezension

Rezension der Inszenierung einer Bühnenfassung 2014

Trailer zu dieser Bühnenfassung (Schauspielhaus Zürich 2014, Regie: Dušan D. Parízek) … und gleich noch ein weiterer Teaser dazu

Videorezension 2016

Max Frisch und das Identitätsproblem (Werk, Themen, Portrait)

Max Frisch interviewt sich selbst (Zusammenschnitt alter Aufnahmen)

Beitrag zu Frisch

Ingeborg Bachmann: Malina (1971)

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In drei Kapiteln setzt sich die Ich-Erzählerin mit ihrer Situation als Frau und Schriftstellerin auseinander. Dabei spielen drei Männer eine Rolle: ihr Freund Ivan, der titelgebende Malina, der womöglich nur ihr Alter Ego darstellt, und ihr Vater. Bachmann nannte ihren Roman eine imaginäre geistige Autobiographie, ein berühmter Literaturexperte sah darin einen ›poetischen Krankheitsbericht‹, das ›Psychogramm eines schweren Leidens‹. Das Bild stammt aus dem Trailer einer Verfilmung.

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Inhalt & Kommentar

Einführung & Kurzüberblick

Rezension ZEIT 2012

Rezension SPIEGEL 1971

Rezension Literaturblog

Trailer einer filmischen Umsetzung 2015

Trailer einer Verfilmung 1991 (Drehbuch: Elfriede Jelinek, Regie: Werner Schroeter)

Annette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche (1842)

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Eine sehr gesellschaftskritische und moderne Milieustudie: Der Protagonist Friedrich hat als Kind eines verrufenen Trinkers im Grunde schon verloren, bevor er geboren wurde. Dank seines umtriebigen Onkels kommt er dennoch zu Geld. Dann stirbt ein Mann, ein Jude namens Aaron, dem Friedrich Geld schuldete. Friedrich verschwindet, kommt aber zurück. (Bild)

Überblick

Inhalt & Kommentar

Inhaltsangabe

Der ganze Text

Ausführliche Zusammenfassung

Kurzfassung goes Playmobil

Homepage zur Novelle von und für Schüler*innen

Filmbeitrag: Portrait der Autorin

 

Thomas Mann: Der Tod in Venedig (1913)

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Der androgyne polnische Junge Tadzio ist es, dessen Anblick den abgearbeiteten Schriftsteller Gustav von Aschenbach aus seiner Welt der Leistung und des Geistes und in einen Strudel der Gefühle reißt, die er für sich behalten muss. Verzweifelt versucht er, sein Begehren zu vergeistigen und damit vor sich selbst zu kaschieren.

Überblick

Inhalt & Kommentar

Inhaltsangabe

Leseprobe des Anfangs

Todesfiguren und Motive

Leitmotivik

Wissenschaftliche Untersuchung zum Scheitern der Körper-Geist-Dichotomie Gustav von Aschenbachs

Rezension FAZ 2012

Blogrezension 2014

Trailer Verfilmung (Luchino Visconti, Italien 1971)

E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann (1817)

Der Student Nathanael ist mit einer sehr lebhaften Phantasie ausgestattet. Die  Begegnung mit einem skurrilen Brillenhändler weckt traumatische Kindheitserinnerungen, die ihm keine Ruhe lassen und die Beziehung zu seiner Freundin Clara belasten. Als er die Androidin Olimpia kennenlernt, verliebt er sich. –  ›Der Sandmann‹ ist die wegen ihrer Kürze und ihrem mysteriösen Charakter wohl am häufigsten gelesene Erzählung der sogenannten ›Schwarzen Romantik‹ in der deutschsprachigen Literatur. Seit vielen Jahren erscheinen deshalb auch immer wieder Bühnenfassungen. (Bild: Flyer einer Bühnenfassung in München 2012)

Übersicht

Inhalt & Analyse

Der ganze Text

Übersichtliche Analyse eines Schulprojekts

Ausführliche textnahe Zusammenfassung & Interpretation

Fragen & Antworten

Interpretationsansätze

Einfache Zusammenfassung Seite für Seite

Kurze Einordnung, Rezeption & Interpretation

Erzähltheoretische Analyse Uni Leipzig 2009

Wissenschaftlicher Beitrag zur Subjektivitätskonstruktion FU Berlin 2001

Analyse Schulprojekt

Arbeitsblätter für Lehrer*innen

Kurzfassung goes Playmobil

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Seine Amme droht dem kleinen Nathanael mit der Titelfigur des Sandmanns: »Das ist ein böser Mann, der kommt zu den Kindern, wenn sie nicht zu Bett gehen wollen und wirft ihnen Händevoll Sand in die Augen, daß sie blutig zum Kopf herausspringen, die wirft er dann in den Sack und trägt sie in den Halbmond zur Atzung für seine Kinderchen; die sitzen dort im Nest und haben krumme Schnäbel, wie die Eulen, damit picken sie der unartigen Menschenkindlein Augen auf.«

Max Frisch: Stiller (1954)

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»Ich bin nicht Stiller.« Da will sich ein Mann mittleren Alters selbst neu erfinden, indem er nach USA auswandert. Als er zurückkommt (dort setzt der Roman ein), nimmt man ihm nicht ab, dass er ein anderer ist resp. geworden ist. Die Figur des Anatol Stiller mit seiner trotzig-sturen Haltung zwischen Selbstverhass, Selbstverleugnung und Selbstbehauptung auf der Suche nach seiner wahrhaftigen Identität bleibt haften, auch weil sie gebrochen ist. Stiller ist keineswegs immer sympathisch, eher im Gegenteil, aber seine unerbittliche Selbstkritik öffnen das Verständnis des Lesers für seine Schwäche und Larmoyanz, er ist markant gezeichnet, mit einer ausgeprägten Beobachtungsgabe. Und der Roman, der auch ein Eheroman ist, liest sich sehr spannend, nicht zuletzt aufgrund der bunten Schar weiterer interessanter Figuren, wie zum Beispiel Stillers Exfrau Julika. Interessant ist daran zum Beispiel, dass das Scheitern zweier Ehen aus der jeweils männlichen und weiblichen Perspektive erzählt wird. (Bild)

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Leseprobe

Rezensionsüberblick

Ausführliche Analyse in Form einer Semesterarbeit (US-Uni, 60 Seiten)

Rezension SPIEGEL 1954

Ausführliche Rezension ZEIT 1979

Blogrezension 2006

Blogrezension (2006)

Max Frisch und das Identitätsproblem (Werk, Themen, Portrait)

Portrait: Leben und Werk, Selbstzitate (2016)

Johann W. von Goethe: Faust I. (1772-75/1808)

 

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Gustav Gründgens (Regie und Figur des Mephistopheles) und Will Quadflieg als Faust – Hamburger Schauspielhaus 1957

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Inhalt & Interpretation

Ganzer Text

Kurzfassung als Kabarett (2008)

Schneller lesen? Voilà eine süße Kurzfassung (2012)

Kurzfassung goes Playmobil

Lustige Bühnenshow zu den Tücken des Textes beim Lesen (2013)

Trailer des Stummfilms 1926 (Regie: F.W. Murnau)

Theaterverfilmung Deutsches Schauspielhaus Hamburg 1957 (Regie: Gustav Gründgens)

Ausschnitt Teufelspakt (Gründgens-Inszenierung 1957/60)

Trailer Deutsches Theater Berlin 2004 (Regie: Michael Thalheimer)

Trailer Thalia-Theater Hamburg 2011 (Regie: Nicolas Stemann)

Trailer einer filmischen Umsetzung 2011

Trailer Theater Bielefeld 2013 (Regie: Christian Schlüter)

Trailer einerUmsetzung des Balletts Dortmund 2016 + hier

Johann W. von Goethe: Wilhelm Meisters Lehrjahre (1795/96)

Übersicht

Inhalt & Analyse

Handlungsübersicht

Volltext

Die Turmgesellschaft im Roman (Seminararbeit)