Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug (1806/08)

»Zum Straucheln braucht’s doch nichts als Füße«: Übersetzt: Der Mensch ist fehlbar. Was ist passiert? Adam wollte Eve an die Wäsche, doch die wollte nicht und er musste fliehen. Dabei zerbricht ein Krug. Problem: Adam ist ein alter Richter und Eve eine junge Frau, die Ruprecht versprochen wurde. Marthes Mutter mag aber Ruprecht nicht und klagt ihn vor Gericht an, den Krug auf dem Gewissen zu haben. Eve, die es besser weiß, muss schweigen, denn sie fürchtet Adam. Dieser muss nun seines Amtes walten und über einen Fall richten, bei dem er selbst der Schuldige ist. Der einzige, der das weiß, ist sein Sekretär, was ganz schön lustig ist. Überhaupt ist das Stück ein intellektueller Brüller, doch man muss sich die Pointen schon erarbeiten, Kleist schrieb ja keine Groschenhefte. Bild: Szene einer Inszenierung des Hexenberg-Ensembles, Prenzlauer Berg, Berlin 2016.

Überblick

Kurzfassung goes Playmobil

Das ganze Stück

Historische Verfilmung von 1933 (mit Emil Jannings)

Trailer Theater Würzburg 2010

Trailer Thalia Theater Hamburg 2013 (Regie: Bastian Kraft)

Trailer Schauspielhaus Hamburg 2017 (Regie: Michael Thalheimer)

Trailer Schauspielhaus Bochum 2015

Henrik Ibsen: Nora. Ein Puppenheim (1879)

Wer bin ich und was tue ich hier eigentlich? In diesem analytischen Drama kriechen ausgerechnet an Weihnachten die Leichen der Familiengeschichte aus dem Keller und machen es sich im Wohnzimmer gemütlich. Nora genießt als Ehefrau des aufstrebenden Bankdirektors Helmer gerade den neues Luxus, den sie sich leisten können, als die Vergangenheit in Person von zwei alten Bekannten aus schlechteren Zeiten anklopft. Die vorweihnachtliche Stimmung droht zu kippen. Nora versucht zunächst unter Einsatz aller Mittel, die Fassade aufrecht zu erhalten. Doch der hüftsteife Helmer erweist sich als nicht gerade charakterstark und allmählich dämmert Nora, dass es an der Zeit ist, ihre Rolle als niedliche Barbiepuppe und Mutter dreier Kinder zu überdenken. Bild: Anne Tismer als Nora in Thomas Ostermeiers Inszenierung (Schaubühne Berlin 2002)

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Inhalt, Aufbau & Analyse

Kurze Zusammenfassung

Das ganze Stück

Kurzfassung goes Playmobil

Intro anhand von Ausschnitten aus einer Inszenierung (Wuppertal 2013)

Trailer Schauspielhaus Graz 2012

Trailer Theater Aachen 2014

Trailer Theater Oberhausen 2010 (Regie: Herbert Fritsch)

Trailer 2014 (Regie: Herbert Fritsch)

Trailer Deutsches Theater Berlin 2015 (Regie: Stefan Pucher)

Joseph Roth: Hotel Savoy (1924)

Das riesige Hotel ist Mikrokosmos der Schichten und Sphären und Metapher für die aus den Fugen geratene Welt nach dem Ersten Weltkrieg. Der Protagonist, ein mittelloser Soldat, der in dem Großhotel Zwischenstation macht, ist die Perspektivfigur, durch deren Blick wir die explosive Mischung von Menschen. Ängsten und Trieben erfahren. Bild: Still aus einer theatralischen Umsetzung des Stadttheaters Gießen 2012.

Überblick

Inhalt & Analyse

Der ganze Roman als Text

Blogrezension 2005

Hörspiel 1994

Blogrezension 2013

Trailer einer Bühnenfassung Schauspiel Hannover 2016

Trailer einer Theaterfassung 2017

Doku über Joseph Roth

Siegfried Lenz: Deutschstunde (1968)

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›Deutschstunde‹ heißt der Roman, weil er eine zentrale Frage Nachkriegsdeutschlands stellte: Wie groß war der Spielraum der vielen, die in Hitlerdeutschland Befehle ausführten? Oder stellten sich manche diese Frage nicht? Der exemplarische Fall eines Dorfpolizisten, der einem befreundeten Künstler gegenüber ein von oben erteiltes Malverbot durchsetzen soll, wird aus der Warte von dessen Sohn Siggi erzählt, der dem Maler näher als der eigene Vater steht. (Bild: Szene aus der Verfilmung von 1971)

Überblick

Überblick & Kommentar

Ausführliche Inhaltsanalyse & Kapitelübersicht

Rezension SPIEGEL 1968

Trailer der Verfilmung von Peter Beauvais 1971

Silke Scheuermann: Shanghai Performance (2011)

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Die Mittzwanzigerin Luisa begleitet die von ihr bewunderte Performancekünstlerin Margot Wincraft nach Shanghai als Assistentin eines Großprojekts. Im Verlauf des Aufenthalts kommt immer mehr Margots egomanische Natur zum Vorschein und ein unschönes Geheimnis wird gelüftet. Luisa sieht sich mit einer ihr sehr fremden Welt und sich selbst konfrontiert. Performance-Kunst, fernöstlicher Metropolenglimmer, Frauenbilder in Zeiten der Globalisierung. (Bild)

Überblick

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Rezension Frankfurter Rundschau 2011

Rezension FAZ 2011

Rezension SZ 2011

Blogrezension 2013

Interview mit der Autorin 2011

Friedrich Dürrenmatt: Die Physiker (1961/62)

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Wer sich mit Dürrenmatts bitterer Komödie über die Bedrohung der Menschheit durch die Kernspaltung auseinandersetzt, muss auch die Figurenkonstellation des Stücks durchschauen. (Grafik)

Überblick

Inhalt & Kommentar

Ausführliche Inhaltsangabe und Analyse

Interpretation

Ausgewählte Analysaspekte

Rezension SPIEGEL 1962

Komplette Inszenierung am Schauspielhaus Zürich (Regie: Herbert Fritsch, 2013)

Trailer der Zürcher Inszenierung von Herbert Fritsch 2013

Trailer Schauspiel Frankfurt 2011

Teaser Stadttheater Kaufbeuren 2012

Hübsch-athetischer Schüler*innenteaser 2010

Trailer einer naturalistischen s/w-Verfilmung von Fritz Umgelter 1962

Louder than Bombs (Joachim Trier, Norwegen 2015)

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Conrad, der jüngere der beiden Söhne leidet unter dem mysteriösen Unfalltod seiner Mutter (Isabelle Huppert), eine berühmte Kriegsfotografin, und erinnert sich an ihre Zärtlichkeit. Mit seinem Vater möchte er diese Erinnerungen aber nicht teilen, schon deswegen nicht, weil dieser etwas mit der Englischlehrerin am Laufen hat. Sein älterer Bruder kann ihm da schon mehr helfen, auch wenn der wiederum andere Erinnerungen an seine Mutter hat. Der sehr starke Film erzählt, wie die drei Männer ihre Trauer verarbeiten. (Bild)

Überblick

Homepage der Produktion

Rezension SPON 2016

Rezension The Guardian 2016 (e.)

Trailer

Siri Huvstedt: The Sorrows of an American / Die Leiden eines Amerikaners (2008)

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Das Erkunden der inneren Regungen und Beweggründe ihrer Figuren ist eine der ganz großen Stärken Huvstedts und kommt auch in diesem Roman zum Tragen. Der sehr spannende Roman dreht sich um das Erkunden und Aufdecken von Geheimnissen. Im Zentrum stehen ein New Yorker Geschwisterpaar, Kinder norwegischer Immigranten. (Bild)

Überblick (e.)

Rezensionsüberblick

Rezension ZEIT 2008

Rezension NZZ 2008

Rezension NY Times 2008

Rezension The Guardian 2008

Rezension Deutschlandradio Kultur 2008

Interview mit der Autorin SPON 2008

Arthur Schnitzler: Reigen (1903/1920)

REIGEN von Arthur Schnitzler Premiere 20. Oktober 2012 im Marstall mit SOPHIE VON KESSEL (Die Prostituierte/Das Hausmädchen/Die junge Frau/Die Schauspielerin), GUNTRAM BRATTIA (Der Soldat/Der junge Herr/Der Ehegatte/Der Dichter/Der Graf), ANNE STEIN (Das süße Mädel) Regie PATRICK STEINWIDDER Konzept Bühne + Kostüm BOB BAILEY Bühne ANNELIESE NEUDECKER Kostüme LILI WANNER Choreographie BRET YOUNT v.l. Sophie von Kessel, Guntram Brattia
A schläft mit B, B mit C, C mit D … usw. … und zuletzt wieder J mit A. Na ja, so viel Promiskuität quer durch alle Schichten – das kam vor 100 Jahren in Wien nicht überall gut an und löste einen gehörigen Skandal aus. Bild: Szene aus einer Inszenierung des Residenztheaters München 2016 (Regie: Patrick Steinwidder)

Überblick

Inhalt & Kommentar

Das ganze Stück

Kurzfassung goes Playmobil

Kurzfilmprojekt Theatergruppe DramaVision Leipzig 2010

Szene aus einer Inszenierung 2012

Trailer zu einem Filmprojekt 2010

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Diese Theaterschüler*innen sind sich im Verlauf dieses Projekts wohl zwangsläufig ein wenig näher gekommen.