E.T.A. Hoffmann: Das Fräulein von Scuderi (1819/21)

Hoffmanns Novelle ist eine spannende Whodunnit-Geschichte. Paris im Jahre 1680, zur Zeit des Sonnenkönigs. In der Hauptstadt wütet gerade eine Mordserie gegen adlige Männer, die allesamt fremdgehen. Da kommt die 73-jährige Titelheldin unverhofft in den Besitz eines schönen Kästchens voller Schmuck. Absender: Der Mörder! Er möchte ihr für eine Aussage danken, die sie im Zusammenhang mit der Mordserie gemacht hat. Der Schmuck stammt von dem berühmten Goldschmied Cardillac, wie ihr die Geliebte des Königs verrät. Mysteriös, mysteriös. (Bild)

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe

Inhalt & Analyse

Kurzfassung goes Playmobil

Der ganze Text der Novelle

Rezension

Sven Regener: Herr Lehmann (2001)

Die erste Szene: Am Morgen nach der Nachtschicht am Tresen stellt sich dem übermüdeten Frank Lehmann ein störrischer Hund in den Weg. Ob Hunde wohl Whisky mögen? – Regeners Romandebut spielt in Berlin-Kreuzberg 1989 (also kurz vor der Wende) im Milieu der Künstler, Herumtreiber und Randexistenzen, der Biertrinker und -verkäufer. Er bietet jede Menge lustiger Szenen, schräge Figuren und kunstfertige Dialoge, die sich um so zentrale Themen drehen wie Sprache (was ist genau ›Lebensinhalt‹?), Zeit (vergeht sie schneller, wenn man betrunken ist?) und die Bedeutung der Kruste beim Schweinebraten. Es wird also philosophiert, gestritten, gearbeitet, Kunst gemacht und ausgegangen. So sieht ein Dasein aus, dazu hat man Zeit, solange noch nicht klar ist, wie es im Leben weitergehen soll resp. was man überhaupt mit seinem Leben anstellen will. Loyalität zu den Freunden ist oberstes Gebot, auch wenn sie einem furchtbar auf den Geist gehen. Und dann kommt auch noch die Liebe. Zu Kathrin, der schönen, sperrigen Köchin. Und die Eltern kommen auch. Aus der Provinz. Großes Theater, das alles. Bild: Christian Ulmen und ein Hund in der Verfilmung von Leander Haußmann 2003.

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Rezensionsübersicht

Rezension FAZ 2001

Blogrezension 2001

Trailer der Verfilmung durch Leander Haußmann 2003

Frank diskutiert mit Kathrin über ›Lebensinhalt‹ und ›betrunkene Zeit‹ (Ausschnitt aus der Verfilmung 2003)

Sven Regener: Wiener Straße (2017)

Kreuzberg, Westberlin, 1980. Das Leben findet hauptsächlich in der Kneipe statt, egal ob man gerade Putze, Künstler, Punk oder arbeitslos ist. Das Kosmos, das der Autor hier entwirft, ist fiktiv-historisches Abbild seiner frühen Berliner Jahre, als Westberlin noch vom Osten (DDR) umgeben war. Regener hat diesen Kosmos, dieses doppelt geschützte Biotop hinter Mauern in mehreren Romanen bis ins kleinste Detail entwickelt, angefangen mit ›Herr Lehmann‹ (2001). Besonders authentisch und präzise ist die Sprache seiner Figuren, die man einfach mögen muss, weil sie derart in ihrem eigenen Orbit drehen und sich trotz ihres zumeist simplen Wesens gerne und oft philosophische Gedanken über die Welt machen. Sehr unterhaltsame Lektüre für Freunde der Randexistenzen, der für immer vergangenen Nische West-Berlin und der Sprachkunst. (Bild)

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Leseprobe

Regener liest einen Abschnitt vor

Rezensionsübersicht

Rezension SZ 2017

Rezension Berliner Zeitung 2017

Inhalt und Hintergrund SRF 2017

Interview ZEIT 2017

Interview Youtube 2017

Regener stellt den Roman vor 2017

Bericht ZDF  2017

noch’n Interview

Wolfgang Koeppen: Tauben im Gras (1951)

München, wenige Jahre nach Kriegsende. In filmischem Stil bringt uns der Autor eine Vielzahl von Figuren und Milieus näher. »Sie kommen mit der Welt nicht zurecht. Ihre Wege kreuzen sich, aber sie bleiben einsam. Die Menschen sind aus der Bahn geworfen, jagen einem besseren Leben hinterher, gieren nach Geld und Genuss, suchen Liebe oder Ruhm. Sie sind existenziell verunsichert, hoffnungslos, auf der Flucht vor sich selbst, nicht in der Lage, die Lebensangst zu überwinden, unfähig zur Besinnung. Man spielt ihnen böse mit. Wie ›Tauben im Gras‹ (Gertrude Stein: Pigeons on the grass alas) wimmeln sie durcheinander.« (Zitat Wunderlich)

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Inhalt & Kommentar

Sprache, Stil, Thematik

Leseprobe: die ersten zwölf Seiten

Analyse anhand von konkreten Figuren und Bereichen

Figurenkonstellation

Prezi

Zusammenfassung

Hörspiel (2010)

 

Wolfgang Koeppen: Der Tod in Rom (1954)

Knapp zehn Jahre nach Kriegsende kommt es – teils freiwillig, teils zufällig – zu einem deutschen Familientreffen in Rom: Opfer, Täter und Mitläufer aus zwei Generationen begegnen sich ausgerechnet in der Metropole des christlichen Glaubens. Im Zentrum stehen der junge Komponist Siegfried (Protagonist & Perspektivfigur) und sein Onkel, ein ehemaliger SS-Mann namens Judejahn (!). Der Waffenhändler und Militärberater ist eine Verkörperung des ewiggestrigen Nazis und nach wie vor Antisemit. Koeppens Roman besticht durch überbordende Bilder und eine starke Sprache. (Bild)

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Inhalt & Kommentar

ZEIT-Rezension 1954 zur Erstausgabe

SPIEGEL-Rezension 1954 zur Erstausgabe

Blogrezension 2011

Blogrezension 2008

Joseph Roth: Hotel Savoy (1924)

Das riesige Hotel ist Mikrokosmos der Schichten und Sphären und Metapher für die aus den Fugen geratene Welt nach dem Ersten Weltkrieg. Der Protagonist, ein mittelloser Soldat, der in dem Großhotel Zwischenstation macht, ist die Perspektivfigur, durch deren Blick wir die explosive Mischung von Menschen. Ängsten und Trieben erfahren. Bild: Still aus einer theatralischen Umsetzung des Stadttheaters Gießen 2012.

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Inhalt & Analyse

Der ganze Roman als Text

Blogrezension 2005

Hörspiel 1994

Blogrezension 2013

Trailer einer Bühnenfassung Schauspiel Hannover 2016

Trailer einer Theaterfassung 2017

Doku über Joseph Roth

Erich Kästner: Fabian (1931)

Kästners düstere Satire für Erwachsene spielt im vorhitlerschen Berlin. Als Untertitel wählte Kästner ›Der Gang vor die Hunde‹, was der Verlag nicht akzeptierte. Der Roman liest sich bei aller Tragik süffig und stellt zeitlose Fragen nach gutem Handeln in unguten Zeiten. Bild: Momentaufnahme aus einer Theaterfassung der Schaubühne Berlin 2015.

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Inhalt & Kapitelübersicht

Hintergrund & Analyse

Rezension FAZ (2013) anlässlich einer Neuausgabe der Erstfassung

Rezension taz anlässlich derselben Neuausgabe (2013)

Rezension Deutschlandfunk (2014)

ZEIT-Rezension anlässlich einer Neuverfilmung 1980

Interpretation im Rahmen eines Theaterheftes 2012

Kurzfassung goes Playmobil

Videorezension (ab 9:00) 2016

Reich-Ranicki referiert über Erich Kästner 2014

Doku über Kästner 2015

Trailer einer Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden 2013 (Regie Julia Hölscher)

Trailer einer theatralischen Umsetzung, Frankfurt 2015

Trailer Schaubühne Berlin 2015 (Regie: Peter Kleinert)

Probetrailer der Schaubühne Berlin 2015

Ausschnitt (noch einer!) aus der Inszenierung der Schaubühne 2015

Trailer einer Bühnenfassung 2016

Lukas Bärfuss: Hagard (2017)

Wie rasch ein Mensch sich verlieren und verwahrlosen kann, um sich allenfalls neu zu finden, davon erzählt dieser Roman eines Stalkers, der in Zürich spielt. Warum folgt ein erfolgreicher Liegenschaftsverwalter der fremden Frau mit den blauen Ballerinas? Ist es bloß aus der Laune heraus? Ist es eine Übersprungshandlung oder eine Flucht? Ein Symptom für eine Leerstelle und Unerfülltheit in seinem Leben? Bild

Überblick

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Rezension NZZ 2017

Rezension FAZ 2017

Literaturgespräch (Literaturclub) 2017 (von 17:00 an)

Interview mit Bärfuss

Robert Seethaler: Der Trafikant (2012)

Zeitreise ins Jahr 1937: Franz, 17, zieht von seiner Mutter auf dem Land in die große Stadt Wien, um Geld zu verdienen und das Leben kennenzulernen. Als Aushilfe in einem Kiosk (=Trafik) lernt er die Kunden kennen, unter anderem den weltberühmten Psychoanalytiker & Zigarrenraucher Sigmund Freud. Das trifft sich gut, denn die etwas ältere Anezka hat Franz den Kopf verdreht, da könnte ein wenig Beratung nicht schaden. Während er mit seinen Gefühlen klarzukommen versucht, nehmen die kleinen Hitlers immer mehr Raum ein. In zwei Jahren wird der Krieg beginnen. Viel Freud und Leid und Politik also, etwas salopp ausgedrückt.

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Inhalt & Leseprobe

Inhalt & Kommentar

Rezensionsübersicht

Rezension FAZ 2012

Rezension NZZ 2013

Rezension Literaturblog 2013

Rezension n-tv 2013

Rezension LSD 2016

Besprechung Literaturclub SRF 2013

YouTube-Empfehlung einer jungen Leserin 2016

Irmgard Keun: Das kunstseidene Mädchen (1932)

Berlin 1931. Eine junge Frau voller Träume und Leidenschaften zieht von ihren ärmlichen Eltern weg und in die Großstadt, um sich das große Glück zu erobern. Sie wünscht sich ein Leben wie im Film und den gestohlenen Pelzmantel sieht sie als Eintrittskarte. Doch im Grunde sehnt sie sich danach, geliebt zu werden. Bild: Ursula M. Schmitz in einer Bühnenfassung in Basel 2013.

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Inhalt & Kommentar

Inhaltsangabe

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Videozusammenfassung 2014

Kurzfassung goes Playmobil

Videolesung 2011

Auszug aus einer szenischen Lesung 2011

Trailer einer Theaterfassung 2013

Monolog Schauspielschule Wien 2013

Trailer eines Soloabends von Tinka Fürst 2015

Trailer einer Theaterfassung 2016