Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt (2005)

Dieser augenzwinkernde Roman um zwei berühmte Geistesgrößen in Deutschland um 1800 bewegt sich entlang historischer Fakten, schmückt sie aber mit jeder Menge privaten Geschichten und Dialogen aus, was den Kuriositätengehalt und den Unterhaltungswert des Plots steigert, aber sozusagen historisch erfunden ist. Dem so nerdigen wie knallharten Naturwissenschaftler Humboldt folgt man auf seine Weltreisen, an der Seite des knorrigen und sturen Mathematikers Gauss erfährt man einiges über die unfreien politischen Zustände im Deutschland der Restaurationszeit und wie schwer es war, Geld aufzutreiben für eine Forschung unter Adligen, die –salopp formuliert – weiß Gott nicht alle Abitur hatten. Kauzig sind beide Männer, und man muss das schon mögen, wenn man sich die dreihundert Seiten vornimmt. Übrigens begegnen sie sich auch mal. Bild: Detlev Buck verfilmte den Roman 2012.

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Inhalt & Kommentar

Inhalt & Analyse

Rezensionsübersicht

Rezension SPIEGEL 2005

Rezension FAZ 2005

Rezension ZEIT 2005

Reaktionen aus aller Welt

Erfolgsbericht FAZ 2006

Trailer der Verfilmung 2012 (Regie: Detlev Buck)

Friedrich M. Klinger: Die Zwillinge (1776)

wirrwarr
Eines der drei wichtigsten Stücke der Epoche des Sturm-und-Drang: Guelfo beneidet seinen minimal älteren Zwillingsbruder Ferdinando, der als Erstgeborener Land und Titel erbt und bei der schönen Kamilla landet, die auch Guelfo gerne zur Braut hätte. Der melan-cholische Grimaldi unterstützt Guelfo in dessen Vorhaben, sein Glück zu erzwingen. (Bild)

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Lukas Bärfuss: Koala (2014)

Koalas sind Beuteltiere, niedlich, friedfertig, faul – und vom Aussterben bedroht. Ihnen fehlt schlicht das Zeug, sich effektvoll gegen Raubtiere zu wehren. Koala ist aber auch der Spitzname des Bruders des Erzählers. Der nimmt sich zu Beginn der Romanhandlung das Leben. Auch er war nicht überlebenstauglich in der Welt der Menschen, dem mächtigsten lebenden Raubtier, er verweigerte sich der notwendigen Selbstertüchtigung in unserer Welt der Arbeit und des Sichdurchschlagens.
Der Roman beginnt in der Schweiz der Gegenwart und vollzieht irgendwann einen fulminanten Sprung durch Raum und Zeit in die Epoche der Eroberung Australiens, Heimat der Koalabären. Ein Sprung, den man beim Lesen erst mal bewältigen muss, aber die sorgfältige Lektüre birgt ihren Reiz. (Bildquelle)

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Verlagsseite inkl. Leseprobe (download)

Rezensionsübersicht

Rezension ZEIT 2014

Rezension NZZ 2014

Rezension WOZ 2014

Rezension Tages-Anzeiger 2014

Interview zum Roman, WELT 2014

Interview mit Bärfuss, Sternstunde Philosophie 2014