Max Frisch: Mein Name sei Gantenbein (1964)

»Ich probiere Geschichten an wie Kleider.« Ein Spiel mit Identitäten, ein Roman, der mit der vielfachen Erfindung spielt, ohne Haupthandlung auskommt und damit Literaturgeschichte geschrieben hat. Eine Ehe ist kaputt gegangen und der Mann versucht herauszufinden, woran es lag, und zwar indem er sich Geschichten mit anderen Versionen seines Ichs ausdenkt. Peter von Matt sagt dazu in der ZEIT: »Die Wahrheit über sich selbst kann niemand aussprechen, auch nicht die Wahrheit über einen andern, die Geliebte zum Beispiel oder den Geliebten. Individuum est ineffabile: Das wusste schon das Mittelalter, jetzt wurde der Satz wieder aktuell. Nur in erfundenen Geschichten erscheint das Tatsächliche, erklärte der Erfinder des Gantenbein-Spiels und erzählt, mit der Lust des alten Boccaccio.« (Bild)

Überblick

Inhalt & Kommentar

Leseprobe (Cursor rechts klicken)

Auszug (Hörprobe)

Rezension ZEIT 2012

Blogrezension 2006

Blogrezension 2005

noch ’ne Blogrezension

Rezension der Inszenierung einer Bühnenfassung 2014

Trailer zu dieser Bühnenfassung (Schauspielhaus Zürich 2014, Regie: Dušan D. Parízek) … und gleich noch ein weiterer Teaser dazu

Videorezension 2016

Max Frisch und das Identitätsproblem (Werk, Themen, Portrait)

Max Frisch interviewt sich selbst (Zusammenschnitt alter Aufnahmen)

Beitrag zu Frisch

Stefan Zweig: Angst (1920)

Aus Neugier und einem diffusem Überdruss am gewohnten Familienleben lässt sich eine noch junge Frau und Mutter zweier Kinder auf ein Abenteuer ein. Dann wird sie von einer Frau erpresst, die sich als die Freundin des Liebhabers ausgibt, und fürchtet fortan, die Affäre fliege auf. Spannend erzählte Novelle inkl. Plottwist. Bild: Szene einer Bühnenfassung.

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Inhalt und Kommentar

Der ganze Text

Kurzfassung goes Playmobil

Blogrezension 2011

Rezension einer Bühnenfassung 2010

Stummfilmversion (1928)

Trailer einer Bühnenfassung in Erlangen 2012

Falk Richter: Im Ausnahmezustand (2007)

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Falk Richter verdichtet in diesem Stück die Verunsicherung einer abstiegsbedrohten Familie zu einem dystopischen Metapher für die Abstiegsängste der westlichen Wohlstandsgesellschaft. Zeitpunkt und Ort der Handlung: Ein Abend in einer sogenannten ›Gated Community‹. (Bild: Bruno Cathomas, Bibiana Beglau und Vincent Redetzky in einer Inszenierung der Berliner Schaubühne, Regie: Falk Richter)

Überblick

Das ganze Stück

Rezension SPON 2007

Rezension nachtkritik.de 2007

Rezension Berliner Zeitung 2007

Trailer Schaubühne Berlin 2007 (Regie: Falk Richter)

Trailer Schlosstheater Moers 2014

Trailer Theater praesent Innsbruck 2015

Max Frisch: Stiller (1954)

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»Ich bin nicht Stiller.« Da will sich ein Mann mittleren Alters selbst neu erfinden, indem er nach USA auswandert. Als er zurückkommt (dort setzt der Roman ein), nimmt man ihm nicht ab, dass er ein anderer ist resp. geworden ist. Die Figur des Anatol Stiller mit seiner trotzig-sturen Haltung zwischen Selbstverhass, Selbstverleugnung und Selbstbehauptung auf der Suche nach seiner wahrhaftigen Identität bleibt haften, auch weil sie gebrochen ist. Stiller ist keineswegs immer sympathisch, eher im Gegenteil, aber seine unerbittliche Selbstkritik öffnen das Verständnis des Lesers für seine Schwäche und Larmoyanz, er ist markant gezeichnet, mit einer ausgeprägten Beobachtungsgabe. Und der Roman, der auch ein Eheroman ist, liest sich sehr spannend, nicht zuletzt aufgrund der bunten Schar weiterer interessanter Figuren, wie zum Beispiel Stillers Exfrau Julika. Interessant ist daran zum Beispiel, dass das Scheitern zweier Ehen aus der jeweils männlichen und weiblichen Perspektive erzählt wird. (Bild)

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Leseprobe

Rezensionsüberblick

Ausführliche Analyse in Form einer Semesterarbeit (US-Uni, 60 Seiten)

Rezension SPIEGEL 1954

Ausführliche Rezension ZEIT 1979

Blogrezension 2006

Blogrezension (2006)

Max Frisch und das Identitätsproblem (Werk, Themen, Portrait)

Portrait: Leben und Werk, Selbstzitate (2016)