Christa Wolf: Kassandra (1983)

Der Krieg um Troia aus Sicht einer Frau. Kassandra ist die Seherin, der niemand glaubt, die Tochter des Königs Priamos von Troja. Durch ihre geschärfte Optik mutiert der göttliche Achill zum mordenden Vieh, der große Priamos zum schwachen Macho, der nur noch der Logik des kriegs folgt, Hektor ist ein Opferlamm, Paris ein altes Kind und die schöne Helena bleibt eine Schimäre und das, was Hitchcock einen MacGuffin nennt: einen geeigneten, aber billigen Vorwand, um eine Geschichte zu erzählen – oder eben einen Krieg zu beginnen. Der monologische Roman ist eine fulminante Tirade gegen den Bellizismus in Zeiten des Kalten Krieges. Die Frauen bilden einen Gegenwelt ohne großen Einfluss, die Titelheldin und Erzählerin hat allerdings mit sich selbst noch eine Rechnung offen. (Bild)

Überblick

Inhalt & Kommentar

Textauszug, vorgelesen von Corinna Harfouch 2010

Hintergrund zur Publikation

Rezension FAZ 2009

Rezension Literaturblog 2008

Auszug einer Bühnenfassung, Theaterhaus Jena 2007

Zweiter Auszug der Jenaer Fassung

Trailer einer Bühnenfassung am Schauspiel Dortmund 2014

Auszug der Inszenierung einer Bühnenfassung der Alanus Hochschule 2015

Bertolt Brecht: Die Dreigroschenoper (1928)

Ein Herz für das Milieu. Eine Bank auszurauben, sei weniger verwerflich, als eine Bank zu gründen. Brecht schiebt in diesem Singspiel mit schmissigen Songtexten die Gangster in die Nähe der unbescholtenen Bürger – oder umgekehrt. Die Texte der rotzigen Seeräuberjenny und der Haifischsong (Mackie Messer) haben Theatergeschichte geschrieben, dank der Musik von Kurt Weill. Bild: Szene aus einer Inszenierung von Christian Stückl am Volkstheater München 2011.

Überblick

Aktanalyse

Informationen & Materialien

›Die Seeräuberjenny‹

Bertolt Brecht singt ›Die Moritat von Mackie Messer‹

›Die Moritat von Mackie Messer‹, gesungen von Sting

Szenen aus einer Inszenierung am Berliner Ensemble, Regie: Robert Wilson 2008

Trailer zu Wilsons Inszenierung am BE 2008

Hildgard Knef singt ›Die Seeräuberjenny‹

›Die Moritat von Mackie Messer‹, Version von Rammstein

Trailer St.Pauli-Theater 2004

Trailer Theatre de mov 2010

Trailer Schauspielhaus Graz 2011

Trailer Thalia Theater Hamburg 2015 (Regie: Antú Romero Nunes)

Arthur Schnitzler: Fräulein Else (1924)

Um ihren spielsüchtigen Vater vor dem Konkurs zu retten, soll sich die junge und eh schon instabile Else vor einem der Gläubiger nackt zeigen. Das zwingt sie, sich zwischen ihrer Liebe zu den Eltern und selbst-bestimmter Weiblichkeit entscheiden. Das Ganze hat die Form eines langen Monologs, in dem die Vorgeschichte aufgerollt und die laufenden dramatischen Ereignisse erzählt werden. Bild: Collage einer Duisburger Inszenierung 2012.

Überblick

Inhalt & Kommentar

Die ganze Novelle

Kurzfassung goes Playmobil

Visuell inspirierte Youtube-Zusammenfassung 2009

Rezension Literaturblog 2011

Filmische Umsetzung des Schlusses 2011

Trailer einer Theaterfassung von DAS GUT Berlin 2012

Trailer einer Theaterfassung Spieltrieb Duisburg 2012

Trailer einer filmischen Umsetzung von Anna Martinetz 2014

Trailer einer Kombination von Fräulein Else und Leutnant Gustl 2015

Trailer einer Theaterfassung Bad Pyrmont 2016

Ingeborg Bachmann: Malina (1971)

maxresdefault
In drei Kapiteln setzt sich die Ich-Erzählerin mit ihrer Situation als Frau und Schriftstellerin auseinander. Dabei spielen drei Männer eine Rolle: ihr Freund Ivan, der titelgebende Malina, der womöglich nur ihr Alter Ego darstellt, und ihr Vater. Bachmann nannte ihren Roman eine imaginäre geistige Autobiographie, ein berühmter Literaturexperte sah darin einen ›poetischen Krankheitsbericht‹, das ›Psychogramm eines schweren Leidens‹. Das Bild stammt aus dem Trailer einer Verfilmung.

Überblick

Inhalt & Kommentar

Einführung & Kurzüberblick

Rezension ZEIT 2012

Rezension SPIEGEL 1971

Rezension Literaturblog

Trailer einer filmischen Umsetzung 2015

Trailer einer Verfilmung 1991 (Drehbuch: Elfriede Jelinek, Regie: Werner Schroeter)

Joseph Roth: Hiob (1930)

hiob_7397a
Roth überträgt den Hiob-Stoff aus dem Alten Testament auf den jüdischen Thoralehrer Mendel Singer.

Überblick

Inhalt & Kommentar

Inhalt & Kurzanalyse

Der ganze Roman

Ausführliche Analyse des Hiob-Motivs & Roths autobiographischen Bezugs

Hintergrund mit weiterführenden Links

Kurzfassung goes Playmobil

Trailer einer Bühnenfassung der Münchner Kammerspiele 2008

Trailer Volkstheater Wien 2010

Trailer Schauspielhaus Bochum 2015

Trailer Rheinisches Landestheater Neuss 2012

Trailer Schauspiel Essen 2013

hiob-9783257239720
Der Roman spielt zwischen 1900 und 1920 im zaristischen Russland und in New York.

William Shakespeare: Hamlet (1600/1602)

015-laurence-olivier-theredlist
So sehen wir also aus? Der Totenschädel ist wohl DIE Ikone des Stücks. 60% des Texts gehören dem Protagonisten, der sich mit der menschlichen Existenz und der Scheinhaftigkeit der Welt auseinandersetzt. Der Prinz erscheint uns als ein intellektueller, sensibler Mensch, der sich zur Rache genötigt sieht, aber von Zweifeln und Skrupeln geplagt wird. Bild: Laurence Olivier gilt als legendärer Hamlet-Darsteller.

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Der komplette Text

Trailer Schaubühne Berlin 2009 (Regie: Thomas Ostermeier)

Trailer Schauspielhaus Bochum 2013 (Regie: Jan Klata)

Trailer Schauspiel Hannover 2010 (Regie: Nicolas Stemann)

The Tiger Lilies perform Hamlet (Kopenhagen 2012)

Monolog ›To be or not to be› (Kenneth Brannagh 1996)

Trailer der Verfilmung von Kenneth Brannagh 1996

Trailer Royal Shakespeare Company 2016

Royal Shakespeare Company, Akt 1 Szene 2 (2013)

Trailer National Theatre London (2015)

ec_9df41a9c780c72888d8a750e398c46e8
Lars Eidinger in der Rolle des Hamlet an der Berliner Schaubühne

Marlene Streeruwitz: Nachkommen (2014)

marlene-streeruwitz
Marlene Streerwitzs (Foto) Heldin Nelia leidet unter anderem unter dem frühen Tod ihrer Mutter

Übersicht

Rezension LSD 2015

Rezension NZZ 2015

Rezension SPIEGEL 2015

Rezension ZEIT 2015

Lesung (Auszug)

Interview (ab 50:50)

u1_978-3-10-074445-6.36067814
Ein Bildungsroman, der auch den Literaturbetrieb aufs Korn nimmt

Heinrich von Kleist: Die Marquise von O… (1808)

Theater-Kathrin-Angerer-r-in-der-Titelrolle-des-Stuecks-Die-Marquise-von-O
Kathrin Angerer in einer Inszenierung der Erzählung (Regie: Frank Castorf)

Übersicht

Inhalt & Kommentar

Volltext

Playmobil-Kurzfassung

Trailer (1) der Inszenierung an der Berliner Volksbühne 2012 (Regie: Frank Castorf)

Trailer (2) der Inszenierung an der Berliner Volksbühne 2012 (Regie: Frank Castorf)

Besprechung der Inszenierung von Castorf 2012

Trailer einer Adaption als Graphic Novel 2015