Joseph Roth: Hotel Savoy (1924)

Das riesige Hotel ist Mikrokosmos der Schichten und Sphären und Metapher für die aus den Fugen geratene Welt nach dem Ersten Weltkrieg. Der Protagonist, ein mittelloser Soldat, der in dem Großhotel Zwischenstation macht, ist die Perspektivfigur, durch deren Blick wir die explosive Mischung von Menschen. Ängsten und Trieben erfahren. Bild: Still aus einer theatralischen Umsetzung des Stadttheaters Gießen 2012.

Überblick

Inhalt & Analyse

Der ganze Roman als Text

Blogrezension 2005

Hörspiel 1994

Blogrezension 2013

Trailer einer Bühnenfassung Schauspiel Hannover 2016

Trailer einer Theaterfassung 2017

Doku über Joseph Roth

Erich Kästner: Fabian (1931)

Kästners düstere Satire für Erwachsene spielt im vorhitlerschen Berlin. Als Untertitel wählte Kästner ›Der Gang vor die Hunde‹, was der Verlag nicht akzeptierte. Der Roman liest sich bei aller Tragik süffig und stellt zeitlose Fragen nach gutem Handeln in unguten Zeiten. Bild: Momentaufnahme aus einer Theaterfassung der Schaubühne Berlin 2015.

Überblick

Inhalt & Kapitelübersicht

Hintergrund & Analyse

Rezension FAZ (2013) anlässlich einer Neuausgabe der Erstfassung

Rezension taz anlässlich derselben Neuausgabe (2013)

Rezension Deutschlandfunk (2014)

ZEIT-Rezension anlässlich einer Neuverfilmung 1980

Interpretation im Rahmen eines Theaterheftes 2012

Kurzfassung goes Playmobil

Videorezension (ab 9:00) 2016

Reich-Ranicki referiert über Erich Kästner 2014

Doku über Kästner 2015

Trailer einer Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden 2013 (Regie Julia Hölscher)

Trailer einer theatralischen Umsetzung, Frankfurt 2015

Trailer Schaubühne Berlin 2015 (Regie: Peter Kleinert)

Probetrailer der Schaubühne Berlin 2015

Ausschnitt (noch einer!) aus der Inszenierung der Schaubühne 2015

Trailer einer Bühnenfassung 2016

Lukas Bärfuss: Hagard (2017)

Wie rasch ein Mensch sich verlieren und verwahrlosen kann, um sich allenfalls neu zu finden, davon erzählt dieser Roman eines Stalkers, der in Zürich spielt. Warum folgt ein erfolgreicher Liegenschaftsverwalter der fremden Frau mit den blauen Ballerinas? Ist es bloß aus der Laune heraus? Ist es eine Übersprungshandlung oder eine Flucht? Ein Symptom für eine Leerstelle und Unerfülltheit in seinem Leben? Bild

Überblick

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Rezension NZZ 2017

Rezension FAZ 2017

Literaturgespräch (Literaturclub) 2017 (von 17:00 an)

Interview mit Bärfuss

Michelle Steinbeck: Mein Vater war ein Mann an Land und im Wasser ein Walfisch (2016)

Mit unkonventionellen Mitteln und einem schillernden Kinderblick schreibt die 1990 geborene Autorin über das Erwachsenwerden und die große Frage nach dem Glück, heißt es in der ZEIT.

Überblick und Pressestimmen

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Rezension NZZ 2016

Rezension ZEIT 2016

Rezension TagesWoche 2016

Rezension auf literatur.ch

TV-Beitrag inkl. Interview mit der Autorin

Buchbesprechung im Literaturclub SRF 2016 (beginnt bei 39:45)

Die Autorin über den ersten Satz ihres Romans

Shumona Sinha: Erschlagt die Armen! (2011)

Eine Pariser Dolmetscherin indischer Herkunft verzweifelt zusehends an ihrer Tätigkeit: Als Angestellte der Asylbehörde muss sie sich täglich die auswendig gelernten stereotypen Lügen der meist männlichen Antragsteller anhören, die sie einerseits wütend machen, andererseits aber an ihre eigene Herkunft erinnern und aus der schieren Not geboren sind. Eingeklemmt, wie sie es zwischen den Schicksalen, Erdteilen, Kulturen ist, sehnt sie sich tief in ihrem Inneren danach, eine ruhige, ganz selbstverständliche Existenz weit weg von diesen geschilderten Drangsalen zu leben. Shumona Sinha, die in Kalkutta aufwuchs und seit ihrem 18. Lebensjahr in Frankreich lebt, verarbeitet hier auf so poetische wie beklemmende Weise ihre eigenen Erfahrungen als Übersetzerin in der Pariser Migrationsbehörde und hinterfragt ohne Rücksicht auf politisch Korrektheit die Natur des Asylwesens ebenso wie die Menschlichkeit und Tauglichkeit unserer Behörden und ihrer Verfahren.

Übersicht

Leseprobe

Rezensionsüberblick

Rezension ZEIT 2015

SPIEGEL 2015

Schilderung einer Begegnung mit der Autorin FAZ 2015

Interview mit der Autorin NZZ 2016

Trailer einer Theaterfassung Thalia Theater Hamburg 2016

TV- Beitrag und -Interview mit Shumona Sinha ARD 2016

TV-Beitrag und -interview mit Shumona Sinha SRF 2016

Nele Pollatschek: Das Unglück anderer Leute (2016)

Ein überdrehter tragikomischer Roman über eine jüdischdeutsche Patchwork-familie: dominante Mütter, schwule Väter, Zauberer und mittendrin die abgestrengte Ich-Erzählerin Thene mit ihrem Hassjargon. Die hat gerade ihr Studium in Oxford abgeschlossen, als sich ihre Mutter, die das Leben in ewigem Signalrot durchschreitet, auf ganz besondere Weise in den Mittelpunkt manövriert. Der Roman ist vor allem unterhaltend, er lebt von Thenes scharfem Witz, den Dialogen und von Situationskomik. (Bild)

Überblick

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Blogrezension 2016

You-Tube-Lesung der Autorin

Interview mit der Autorin

Christoph Steier: Tauchertage (2008)

Kilian ist Bulimiker, leistet gerade Zivildienst und scheint auf dem Nullmeridian seines Lebens angekommen. Was hinter ihm liegt, ist ihm ein Graus, was vor ihm liegt, unklar. Er schlägt sich mit seinen Essattacken und Zufallsbekanntschaften herum. Zu seinem Geburtstag überrascht ihn seine Schulfreundin Charlotte mit einem Besuch – und spielt gleich Krankenschwester. Der Umstand, dass zwischen ihnen mal was lief, schafft Nähe und macht die Freundschaft kompliziert. Was die beiden trennt, sind die unterschiedlichen Milieus und was sie mit sich bringen. Ein ehrlicher Roman über eine existenzielle Krise. (Bild)

Überblick

Leseprobe

Rezension Literaturkritik 2008

Rezension FAZ 2008

Rezension Literaturblog 2008

Interview mit dem Autor 2008

Alina Bronsky: Scherbenpark (2008)

OLYMPUS DIGITAL CAMERA
Ein Entwicklungsroman aus dem Russenmilieu einer Sozialsiedlung am Rande Frankfurts. Die 17-jährige Sascha ist für ihre beiden jüngeren Geschwister verantwortlich und versucht die schwierige Situation mit einer strammen Oberlippe und viel Härte zu meistern. Gleichzeitig sehnt sie sich nach der Souveränität eines reifen Erwachsenen und nach etwas Geborgenheit. Ein rührseliger Zeitungsbericht über den Mörder, der ihr Pflegevater ist und nun im Gefängnis sitzt, bringt sie in Rage. Was vielleicht etwas nach kitschigem Jugendroman klingt, bietet viel Tempo, Witz, schöne Dialoge und trotz gewisser Stereotypen eine schöne Innensicht auf eine junge Kämpferin und eine soziale Problemecke. 

Übersicht

Leseprobe

Übersicht

Rezensionsüberblick

Rezension FAZ 2008

Rezension Deutschlandfunk 2008

Rezension LSD 2016

Trailer der Verfilmung 2013

Rezension des Films

Arno Geiger: Es geht uns gut (2004)

Philipps Großmutter ist gestorben. Beim Ausräumen ihres Wiener Wohnhauses wird er mit der Familiengeschichte konfrontiert. Dabei erfährt man viel über die Österreichs Geschichte von der Nazi- und Nachkriegszeit bis zur Jahrhundertwende, über Brüche und Kontinuitäten, große und kleine Familiendramen. Der Titel ist sarkastisch gemeint. Arno Geiger erzählt mit viel Genauigkeit, Einfühlsvermögen und besonderem Gespür für Tragikomik von der Last der Vergangenheit.

Überblick

Inhalt & Kommentar

Leseproben

Noch ne Leseprobe

Rezensionsübersicht

Rezension FAZ 2005

Rezension Literaturblog 2005

Rezension Literaturblog 2006

Kirsten Fuchs: Mädchenmeute (2015)

»Erwachsenwerden war wie ein Samtvorhang vor einem gruseligen Film. Wenn du einmal hinter diesen Vorhang geschaut hast, bist du fast schon selbst auf der anderen Seite. Dann ist nichts mehr, wie es vorher war. Und wenn du einmal weißt, dass es nicht stimmt, was sie sagen, dann stimmt gar nichts mehr.« Wenn Mädchen alleine im Wald leben: die 15-jährige Charlotte wird von ihrer Mutter in ein Sommercamp geschickt, wo sie mit einem Haufen anderer Mädchen auch bald wieder Reißaus nimmt, weil ihnen die Betreuerin unheimlich ist. Das ist das Sprungbrett zu einem Abenteuerroman auf der Grenze zwischen Jugendbuch und Erwachsenenliteratur, eine Art weibliches Gegenstück zu Herrndorfs Roman ›tschick‹. (Bild)

Überblick

Leseprobe

Rezensionsübersicht

Rezension ZEIT 2015

Romanseite

Rezension Literaturblog 2015

Rezension Literaturblog 2015